Frauenquote: Heinisch-Hosek über ÖVP-Schwenk erfreut

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Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) hat sich heute erfreut über den Schwenk von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) in Sachen Frauenquoten gezeigt.

„Mit Freiwilligkeit alleine bekommen wir nicht mehr Frauen in Führungspositionen. Schön, dass diese Bundesregierung daher nun gemeinsam einen nächsten Schritt zur Gleichstellung von Frauen und Männern in diesem Land setzen kann“, erklärte sie in einer Aussendung.

Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in einer Vorabmeldung berichtete, will Mitterlehner ab 2013 in Aufsichtsräten staatsnaher Betriebe eine Frauenquote einführen. Die Begründung sei, dass „man mit reiner Freiwilligkeit nichts bewirkt“. In einer Aussendung präzisierte der Minister seinen Plan für die Selbstverpflichtung. In Unternehmen, an denen der Bund mehr als 50 Prozent hält, sollen demnach bis 2013 25 Prozent der Aufsichtsräte Frauen sein, bis 2018 30 Prozent.

Grüne erfreut, FPÖ und BZÖ dagegen

Mitterlehners Vorstoß ist auf positives Echo bei den Grünen gestoßen. Frauensprecherin Judith Schwentner ortete einen Schritt in die richtige Richtung, verlangte in einer Aussendung allerdings mehr Tempo. Entschieden gegen die „unsinnige“ Diskussion äußerte sich die Freiheitliche Carmen Gartelgruber. Für Martina Schenk vom BZÖ bedeutet jede Quote Diskriminierung und Herabwürdigung.