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Halbzeit bei „Mars500“-Experiment

Das bisher größte Mars-Experiment hat am 14. Februar in Moskau ein wichtiges Etappenziel erreicht. Drei Projektteilnehmer „landeten“ während der insgesamt 520 Tage dauernden Simulation virtuell auf dem Roten Planeten.

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Unmittelbar danach begann eine Testreihe, in der drei Teilnehmer des Isolationsexperiments „Mars500“, der Russe Alexander Smolejewski, der Italiener Diego Urbina sowie Wang Yue aus China, mehrere „Ausflüge“ auf den Mars simulieren.

„Dazu ziehen stets zwei der Männer Raumanzüge an und begeben sich durch eine Luftschleuse zum Erkundungsgang“, teilte das Moskauer Institut für biomedizinische Probleme (IMBP), der Schauplatz der Versuchsreihe, mit.

Schwere Anzüge und „Überraschungen“

In den schweren Anzügen suchen die Männer nach Wasser, nehmen Bodenproben und stellen einen Verletzungsfall nach. Dabei hilft ihnen ein Roboterfahrzeug. Es sei nicht ausgeschlossen, dass auch Überraschungsaufgaben auf die Kandidaten warteten, sagte der zuständige IMBP-Koordinator Boris Morukow nach Angaben der Agentur Interfax.

Drei weitere Probanden - die Russen Alexej Sitjow und Suchrob Kamolow sowie Romain Charles aus Frankreich - gingen nicht an Bord der „Landekapsel“, sondern blieben im benachbarten „Raumschiff“ und warteten auf ihre Kollegen. Der Kontakt zum „Mutterschiff“ erfolge lediglich per Funk, sagte Peter Gräf vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Bevor die Landungscrew aber zurück darf, muss sie noch drei Tage zur „Quarantäne“ in getrennten Räumen bleiben.

Isolation auf kleinstem Raum

Die sechs „Raumfahrer“ simulieren bereits seit Juni 2010 auf dem Gelände des IMBP einen Flug zum Mars und zurück. Dafür leben sie im Dienst der Wissenschaft in totaler Isolation und nehmen an zahlreichen Experimenten teil.

Sie müssen während der Testreihen regelmäßig Urin- und Blutproben abgeben und werden rund um die Uhr mit Kameras und Sensoren überwacht. Jedem Besatzungsmitglied steht lediglich ein drei Quadratmeter kleiner unbeobachteter Privatbereich zur Verfügung. Mögliche Probleme „an Bord“ müssen selbst gelöst werden.

Das Experiment dauert insgesamt 520 Tage und damit noch bis November dieses Jahres. Die Teilnehmer können natürlich, wird ihnen die Belastung zu groß, jederzeit aussteigen. Sinn des Experiments ist es, die physiologischen bzw. psychologischen Effekte einer monatelangen Reise - wie etwa zum Mars - zu erforschen.

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