Gab es dafür Leistung?
Der Waffenlobbyist Alfons Mensdorff-Pouilly hat von der Telekom Austria ein Honorar von 1,1 Mio. Euro erhalten. Das berichtete das Nachrichtenmagazin „profil“. Mensdorff-Pouilly sei 2008 mit der „Beratung und Analyse“ bei der Akquisition von Unternehmen für den Festnetzbereich beauftragt worden. Bis dato war der Lobbyist allerdings nie als Telekomexperte öffentlich in Erscheinung getreten.
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Von der teilstaatlichen Telekom hieß es dazu: „Es hat im Jahr 2008 einen Beratungsauftrag für Alfons Mensdorff-Pouilly gegeben, dieser lag in der Höhe von 1,1 Millionen Euro. In einem Zwischenergebnis hat die interne Revision diese Daten bestätigt.“
IV-Chef auf Jagdausflug in Schottland mit Telekom
Weiters berichtete „profil“, dass der künftige Chef der Staatsholding ÖIAG, Markus Beyrer, im Jahr 2008 auf Einladung der Telekom auf einem Jagdausflug im schottischen Hochland gewesen sei. Organisiert haben soll die Jagd Mensdorff-Pouilly. Die Flugkosten von 21.800 Euro zahlte demnach die Telekom. Abgerechnet wurde laut dem Magazin über den Lobbyisten Peter Hochegger, der zurzeit auch eine zentrale Figur in der Causa Grasser ist. Beyrer war und ist Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV).
Telekom: Veranstaltungen zur Kontaktpflege
Die Telekom hielt fest, dass sie „unterschiedliche Veranstaltungen für die Pflege von Kunden- und Opinion-Leader-Kontakten nutzt, dazu zählten auch Jagdveranstaltungen“. Da Jagden allgemein öffentlich kritisiert worden seien, werde seit einem Jahr davon Abstand genommen. Gegen den Waffenlobbyisten Mensdorff-Pouilly wird wegen des Vorwurfs der Geldwäsche, Bestechung, falschen Zeugenaussage, des Betrugs und der Fälschung eines Beweismittels in Zusammenhang mit dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems ermittelt.
Die Telekom betonte auch, dass alle Vorwürfe aus der Periode vor der Amtszeit des jetzigen Vorstandsvorsitzenden Hannes Ametsreiter stammten.
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