Vierfacher Golden-Globes-Gewinner
„The Social Network“ ist der große Gewinner bei den Golden Globes. David Finchers Facebook-Film erhielt in der Nacht auf Montag bei der Gala in Beverly Hills vier der begehrten Auszeichnungen, darunter in den wichtigen Kategorien „Bester Film“ in der Sparte Drama und „Beste Regie“. „The Social Network“ geht damit auch als Favorit ins Rennen um die Oscars.
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Die Golden Globes, die von Hollywoods Auslandspresse vergeben werden, gelten nämlich traditionell als Testlauf für die Oscar-Verleihung. Eine zuverlässige Gewinnerprognose ist das Ergebnis der Globes jedoch keineswegs: Im vorigen Jahr beispielsweise wurde James Camerons „Avatar“ als bester Globe-Film gefeiert, bei den Oscars siegte dann aber Kathryn Bigelow mit „The Hurt Locker“.
Harte Konkurrenz
Auch in diesem Jahr hat der Globe-Abräumer mit harter Konkurrenz zu kämpfen. So können der Psychothriller „Black Swan“, das Boxdrama „The Fighter“, der Science-Fiction-Streifen „Inception“ und das Historiendrama „The King’s Speech“ mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Nominierungen hoffen. Bei den Golden Globes völlig ignoriert wurde das Western-Remake „True Grit“ der Coen-Brüder, ein Publikumsrenner und Kritikerfavorit, dem bei den Oscars ebenfalls große Chancen prophezeit werden.
„The Social Network“ wurde bei der Gala in Beverly Hills in den Disziplinen „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bestes Drehbuch“ und „Beste Filmmusik“ ausgezeichnet. Finchers Film hat sich als besonderer Kassenschlager in den USA erwiesen und war in insgesamt sechs Kategorien für die Golden Globes nominiert. An seinem ersten Wochenende in den US-Kinos spielte der Film 22 Mio. Dollar (16,5 Mio. Euro) ein.
„The King’s Speech“ enttäuschte
Eher enttäuschend verlief die Golden-Globe-Nacht dagegen für den Historienfilm „The King’s Speech“, der mit sieben Nominierungen ins Rennen gegangen war und nur die Trophäe für den besten Hauptdarsteller in einem Drama (Colin Firth) bekam. Als beste Drama-Hauptdarstellerin wurde Natalie Portman („Black Swan“) geehrt.
In der Kategorie Komödie/Musical gingen die Golden Globes an Annette Bening („The Kids Are All Right“) und Paul Giamatti („Barney’s Version“). Als beste Komödie wurde „The Kids Are All Right“ ausgezeichnet.
Preis für besten ausländischen Film an Dänemark
Der Boxfilm „The Fighter“ bescherte Christian Bale und Melissa Leo Golden Globes als beste Nebendarsteller. Zum besten ausländischen Film wurde der dänische Streifen „In a Better World“ gewählt. Der Film „The Tourist“ des deutschen Regisseurs Florian Henckel von Donnersmarck ging leer aus, ebenso Hauptdarsteller Johnny Depp, obwohl er sogar für zwei Filme nominiert war.
TV-Hinweis
„Kultur.montag“ in ORF2 steht am Montag ab 22.30 Uhr ganz im Zeichen der Golden Globes - mehr dazu in tv.ORF.at.
Die Preise wurden in 25 Kategorien verliehen. Nicht nur Kinofilme, sondern auch TV-Formate wurden mit Golden Globes ausgezeichnet. Die Schauspielerin Katey Sagal gewann ihren ersten Globe für die TV-Serie „Sons of Anarchy“. Sagal war in der Vergangenheit bereits viermal für ihre Darstellung als Mutter in der Comedy-Serie „Eine schrecklich nette Familie“ nominiert, ging aber immer leer aus. Steve Buscemi wurde für seine Rolle in dem TV-Drama „Boardwalk Empire“ ausgezeichnet. Dieses wurde zudem als beste Drama-Serie ausgezeichnet, in der Kategorie Komödie ging diese Ehrung an „Glee“.
Kein Preis für Österreich
Keinen Preis gab es heuer für Österreich. Die ORF-Koproduktion „Die Säulen der Erde“ zog beim Rennen um die beste Fernsehproduktion den Kürzeren gegen das fünfstündige Terroristen-Epos „Carlos“ des französischen Regisseurs Oliver Assayas. Immerhin: In dem Streifen über den venezolanischen Terroristen wirkt die Wiener Schauspielerin Nora von Waldstätten mit. Im Vorjahr hatten Christoph Waltz und Michael Haneke Golden Globes erhalten.
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