Mehrere Schwerverletzte
Nach dem Absturz einer Boeing 727 im Iran haben die Behörden die Zahl der Todesopfer auf 77 angehoben. Die Boeing der staatlichen Fluglinie Iran Air stürzte der Nachrichtenagentur ISNA zufolge in einem Tal nahe Urmia, der Hauptstadt der Provinz Westaserbaidschan, am Westufer des Urmiasees ab und zerbrach in mehrere Teile.
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Schwerer Schneefall behinderte laut dem Leiter der Rettungskräfte, Gholam Resa Masumi, den Rettungseinsatz. Laut einem Bericht der halbstaatlichen Nachrichtenagentur Fars gab es auch starken Nebel. Die Behörden untersuchen unterdessen die Absturzursache. Das Flugzeug zerschellte bei dem Versuch, wenige Minuten vor der regulären Landung notzulanden, in mehrere Teile.
Unmittelbar vor der Notlandung während eines Schneesturms und bei schlechter Sicht hätten die Piloten einen „technischen Defekt“ gemeldet, berichtete das staatliche Fernsehen. Die Maschine sei nach zwei Notlandeversuchen vom Radar verschwunden und auf Feldern zerschellt. Worum es sich bei dem angeblichen technischen Gebrechen gehandelt hat, ist bisher nicht klar. An Bord sei kein Feuer ausgebrochen, hieß es.

APA/EPA
Das Flugzeug zerbrach bei der Landung.
Mehrere Passagiere stiegen aus Wrack
Nachdem zunächst Unklarheit über die Zahl der an Bord befindlichen Passagiere geherrscht hatte, sagte Transportminister Hamid Behbahani, insgesamt seien 105 Menschen an Bord gewesen. Laut dem Provinzvertreter Dschawad Mahmudi gibt es neben den 77 Todesopfern 27 teils lebensgefährlich Verletzte. Laut einem Vertreter der Flugbehörde konnten allerdings auch mehrere Passagiere das Wrack aus eigener Kraft verlassen.

AP/Esfandiar Asgharkhani
Rettungsskräfte suchen nach Überlebenden.
Die Maschine war laut einem Behördenvertreter mit einer Stunde Verspätung in Teheran gestartet. Nebel und schlechtes Wetter hätten die Sicht erschwert, hieß es.
Häufig Abstürze im Iran
In den vergangenen Jahrzehnten kam es immer wieder zu Flugzeugabstürzen im Iran. US-Sanktionen erschwerten den Kauf neuer Flugzeuge und von Ersatzteilen vom Westen. Der letzte große Absturz war im Juli 2009, als eine Tupolew mitten in der Luft Feuer fing und in Felder nahe der Stadt Qaswin fiel. Dabei starben alle 168 Passagiere an Bord.
Einer der schlimmsten Unfälle in der Luft ereignete sich im Februar 2003: Als eine iranische Iljuschin Il-76 im Südosten des Landes abstürzte, starben alle 276 Mitglieder der Revolutionsgarden und die Crew an Bord.
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