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Stromausfall und Eisregen

Nach dem Chaos auf Europas Verkehrswegen wegen Schnee und Eis am Heiligen Abend hat sich die Lage über die Feiertage deutlich entspannt. Am Pariser Großflughafen Charle de Gaulle in Roissy normalisierte sich am Samstag der Flugbetrieb, nachdem mehrere Hundert Menschen die Nacht dort verbracht hatten. Moskau verwandelte sich wegen Eisregens indes in eine einzige Rutschbahn.

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Das Eis legte am Sonntag den größten der drei internationalen Flughäfen in Moskau lahm. Auf dem Domodedowo Airport im Südosten der russischen Hauptstadt fielen mehr als 100 Flüge mit zusammen etwa 8.000 Passagieren aus, wie ein Flughafensprecher nach Angaben der Agentur Interfax sagte. Hunderte Menschen mussten das Gebäude verlassen. Nur wenige Maschinen wurden zu den beiden anderen Flughäfen umgeleitet.

200.000 Menschen ohne Strom

Zuvor war die Stromversorgung zusammengebrochen. In der gesamten Region Moskau waren etwa 200.000 Menschen von Stromausfällen betroffen, wie der kommunale Energieversorger mitteilte. Auch mehrere Zugsverbindungen fielen aus, weil Oberleitungen einfroren.

Blitzeis verwandelte die Gehwege in der russischen Hauptstadt in Sekundenschnelle in Eisbahnen. Der oberste russische Amtsarzt, Gennadi Onischtschenko, riet den Moskauern, sie sollten sicherheitshalber zu Hause bleiben. Nach Angaben von Ärzten stieg die Zahl der Patienten, die auf den spiegelglatten Wegen ausgerutscht waren, um ein Drittel.

Paris: „Alles normalisiert sich“

Auf dem Pariser Flughafen Roissy hingegen wurde Angaben der Behörden vom Samstagabend zufolge kein Flug annulliert. Die meisten geplanten Verbindungen wurden pünktlich erwartet. „Alles normalisiert sich“, teilte die Fluggesellschaft Air France mit. Die französische Umweltstaatssekretärin Nathalie Kosciusko-Morizet forderte bei einem Besuch des Flughafens indes eine Inspektion, um die Gründe für den Mangel an Enteisungsmittel auf den Flughäfen zu untersuchen. Auch auf Frankreichs Straßen normalisierte sich der Verkehr.

Die Nacht zu Samstag hatten allerdings noch rund 300 Menschen in Roissy verbracht, nachdem am Heiligen Abend ungefähr 400 Flüge gestrichen worden waren. „Die Kinder haben Geschenke, wir haben Essen und Getränke“, tröstete sich Beatrice Clavel, die mit ihrem Mann und zwei Kindern über Nacht in Roissy festsaß. „Das einzige, was fehlt, ist eine Dusche.“ Am Vorabend hatten noch rund 2.000 Menschen die Nacht auf dem Flughafen verbringen müssen.

Einsturz des Terminaldachs befürchtet

Die Lage am Flughafen Roissy hatte sich dadurch verschärft, dass Enteisungsmittel fehlte, um Flugzeuge startbereit zu machen. Am Freitagnachmittag ließen die Behörden außerdem das Terminal 2E räumen, weil sie wegen großer Schneemassen auf dem Dach einen Einsturz befürchteten. Nach Angaben der Flughafenverwaltung hatten sich auf dem Gebäude rund 60 Zentimeter Schnee angesammelt. In Frankreich waren insgesamt über 10.000 Haushalte ohne Strom. Grund waren vielfach umstürzende Bäume, die Stromleitungen mit sich rissen.

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