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Weg von Klischees

Fürst Albert II. erhofft einen Imagewandel für Monaco durch seine Hochzeit im kommenden Jahr. „Ich hoffe, dass meine Hochzeit dazu beiträgt, Monaco abseits der möglicherweise vorhandenen Klischees kennenzulernen“, sagte der 52-Jährige der französischen Zeitung „Le Figaro“.

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Das Fürstentum sei keine Steueroase, sondern habe sich mit internationalen Abkommen auf anerkannte Finanzrichtlinien verpflichtet. „Das letzte Abkommen wurde im Juli mit Deutschland unterzeichnet“, betonte der Fürst. Am 2. Juli 2011 heiratet Albert seine Verlobte Charlene Wittstock (32).

An seiner künftigen Frau schätze er vor allem ihre Großzügigkeit, Solidarität und das Gespür für Traditionen. „Sie hat eine ordentliche Portion Humor sowie eine ungezügelte Neugier. Ich schätze sehr, wie sie die Herzen der Monegassen erobert hat, die sie ihrerseits anzunehmen wussten.“

Seit zehn Jahren ein Paar

Wittstock ist nun seit zehn Jahren an der Seite des zuvor von einer Liebschaft zur nächsten wechselnden Albert. Kennengelernt hatten die beiden einander 2000 bei Wettkämpfen, einer breiteren Öffentlichkeit wurde sie bekannt, als sie Albert bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Winterspiele 2006 begleitete. 2008 beendete Wittstock ihre Schwimmkarriere.

Ihre Sportleidenschaft verbindet die beiden auch. Während die in Simbabwe geborene Schwimmerin beim Schwimmweltcup 2001 und 2002 drei Goldmedaillen für Südafrika holte, nahm der Fürst selbst fünfmal an Olympischen Spielen teil, zuletzt 2002 in Salt Lake City im Bob.

Dem Sport habe er es zu verdanken, dass er seine Schüchternheit abgelegt habe, sagte der Fürst in Interviews. Die Dominanz seines Vaters veranlasste ihn in den 90er Jahren auch zu einer Psychotherapie. 2005 folgte Albert - unverheiratet - auf dem Thron seinem verstorbenen Vater Rainier III. Dieser hatte dafür gesorgt, dass das verschlafene Monaco in ein Steuerparadies für Reiche und ein glitzerndes Finanzzentrum verwandelt wurde. Die Grimaldis herrschen seit über sieben Jahrhunderten in Monaco.

Uneheliche Kinder keine Thronfolger

Noch im Jahr der Thronübernahme bekannte sich Albert zu seinem 2003 geborenen unehelichen Sohn Alexander. Er stammt aus einer fünfjährigen Beziehung zu der in Togo geborenen Nicole Coste. Im Jahr darauf erkannte er seine ebenfalls illegitime amerikanische Tochter, die heute 14-jährige Jazmin Grace Grimaldi, an. Die beiden können Albert beerben, aber nicht Thronfolger werden.

Das langjährige Junggesellentum Alberts veranlasste das Parlament in Monaco 2002 sogar dazu, die Verfassung so zu ändern, dass die Thronfolge auch für einen der Söhne von Alberts Schwestern möglich wäre, sollte der Fürst nie Erben bekommen. Alberts Schwester Caroline wäre die Nächste in der Thronfolge. Die Verfassungsänderung wurde eingeleitet, weil Monaco an Frankreich zurückfällt, sollte ein Thronfolger fehlen.

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