Brüssel ermittelt gegen Zementkartell
Die EU-Kommission hat heute ein Ermittlungsverfahren gegen ein mutmaßliches europaweites Zementkartell gestartet. Der Schritt erfolgte zwei Jahre nach Razzien unter anderem beim Schweizer Zementriesen Holcim und den deutschen Unternehmen HeidelbergCement und Dyckerhoff.
„Soviel uns derzeit bekannt ist, betreffen die Ermittlungen keine österreichischen Firmen“, so Stefan Keznickl, Sprecher der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde (BWB).
Die Wettbewerbshüter haben insgesamt acht Firmen unter Verdacht, sich mit Preisabsprachen und Marktaufteilungen bei Zement und verwandten Produkten illegale Vorteile verschafft zu haben. Zudem sollen sie Importe aus dem EU-Ausland abgewehrt haben. Der Verfahrensstart bedeute nicht, dass die Schuld der Unternehmen bewiesen sei, teilte die Kommission mit. Die vorläufigen Ermittlungen hätten aber ergeben, dass der Fall mit Priorität behandelt werden sollte.