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Weitere OP in der Nacht auf Dienstag

Der bei einem Unfall in der Familienshow „Wetten, dass ..?“ schwer verletzte Wettkandidat Samuel K. bleibt womöglich gelähmt. „Eine vollständige Erholung ist unserer Ansicht nach unwahrscheinlich“, sagte Professor Hans-Jakob Steiger von der Uniklinik Düsseldorf am Dienstag vor Journalisten.

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Laut Steiger sind die Beine und „mindestens ein Teil der Arme“ derzeit von den „schweren Lähmungen“ betroffen. Endgültige Aussagen zu dauerhaften Lähmungen seien aber noch nicht möglich. In etwa zwei Wochen werde der 23-Jährige wahrscheinlich mit Rehabilitationsmaßnahmen beginnen können. Es sei auszuschließen, dass er dann die Klinik zu Fuß verlassen könne, sagte Steiger.

Aus künstlichem Koma erwacht

K. ist demnach zwar aus dem künstlichen Koma erwacht, wird jedoch noch beatmet. Überdies musste er in der Nacht auf Dienstag in einem dreistündigen Eingriff ein zweites Mal operiert werden, wie der Ärztliche Direktor Wolfgang Raab mitteilte. Dabei wurde eine stärker werdende Schwellung des Rückenmarks durch eine Druckentlastung behandelt.

Nachdem der Wettkandidat am Samstagabend in der Düsseldorfer Messehalle bei dem Versuch, mit Sprungfedern über fahrende Autos zu springen, gestürzt war, wurden seine schweren Halswirbelsäulenverletzungen bereits am Sonntag im Uniklinikum Düsseldorf notoperiert. K. war darauf in ein künstliches Koma versetzt worden.

„Störungen des Gehirns nicht zu erwarten“

K.s Genesungsaussichten wollte Steiger zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzen. „In einer Woche bin ich gerne bereit, dazu sehr viel dezidierter Stellung zu nehmen.“ Alles andere sei Spekulation. Es helfe dem Patienten, dass er als Hobbysportler sehr gut trainiert sei. Er sei „wach und orientiert“, sagte Raab. Der Patient liege weiter auf der Intensivstation.

Eine Stellungnahme des Verunglückten oder seiner Angehörigen gab es am Dienstag nicht. Unklar ist, inwieweit dem Verletzten sein eigener Zustand klar ist. Wie Raab sagte, steht er unter dem Einfluss starker Medikamente. Störungen des Gehirns durch den schweren Unfall in der TV-Show seien jedoch nicht zu erwarten.

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