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Schnäppchen versus Schlussverkauf

Der Weihnachtscountdown läuft: Trotz regen Ansturms auf die Geschäfte haben die meisten Österreicher längst nicht alle Weihnachtsgeschenke beisammen. Neben Klassikern wie Büchern und Spielzeug sind es vor allem Elektronikprodukte, die zu Weihnachten gekauft und verschenkt werden.

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Der Markt für Unterhaltungselektronik boomt, speziell tragbare Computer und Smartphones dominieren neben großformatigen Flachbildfernsehern und Spielen in diesem Jahr die Wunschzettel. In der Vorweihnachtszeit lockt der Elektrohandel daher in großformatigen Werbeanzeigen mit jeder Menge vermeintlicher Angebote. Doch wann ist der beste Kaufzeitpunkt für Schnäppchenjäger?

Rasanter Preisverfall im ersten halben Jahr

Gerade das Marktsegment der Unterhaltungselektronik ist einem rasanten Preisverfall ausgesetzt. „In der Unterhaltungselektronik geht der Produktwechsel das ganze Jahr über recht flott. Die Produkte werden in der Regel sofort nach Erscheinen günstiger“, so Paul Srna, zuständig für neue Medien beim Verein für Konsumenteninformation (VKI). Besonders im ersten Halbjahr sei der Preisverfall rasant.

Will man immer das neueste Gerät sein Eigen nennen, muss man daher wesentlich tiefer in die Tasche greifen als beim Kauf des Vorgängermodells. Das gilt auch zur Weihnachtszeit.

Sparen mit älteren Modellen

Erhebungen der Statistik Austria bestätigen das. Auf Anfrage von ORF.at wurden die Preise von 16 Unterhaltungselektronik-Produkten im Zeitraum November, Dezember und Jänner von 2006 bis 2009 verglichen. Dabei zeigte sich, dass kein eindeutiges Muster der Preisentwicklung vor bzw. nach Weihnachten auszumachen ist. Vielmehr seien bei Fernsehern, Digitalkameras, PCs & Co. die längerfristigen Einflüsse der Gerätegenerationswechsel entscheidend, so das Ergebnis der Statistik-Austria-Analyse.

Auch bei den Aufzeichnungen der österreichischen Preisvergleichsplattform Geizhals.at deutet nichts auf systematische Schnäppchenaktionen vor Weihnachten und spezielle Nachfeiertagsrabatte hin. „Die Preisreduzierungen sind eher auf den Start neuer Produktlinien und den damit zusammenhängenden Abverkauf der Vorgängermodelle zurückzuführen“, so Geizhals-Sprecherin Vera Pesata.

Setpreise können sich lohnen

Attraktiv können vorweihnachtliche Paketangebote sein, wie etwa bei der Bündelung von Konsolen mit den neuesten Spieleknüllern und von Fernsehern mit Blu-ray-Playern und Soundsystemen. Hier kann der Konsument durchaus Geld sparen. Lässt man sich jedoch angesichts solcher Verlockungen zu einem nicht benötigten Rundumkauf verleiten, ist die Preisersparnis auch schon wieder dahin.

Jeder Vierte schenkt Gutscheine

Jeder vierte Österreicher greift laut GfK Austria gleich zum Gutschein und überlässt dem Beschenkten die freie Wahl. „Der Gutschein hat den Vorteil, dass man sich aussuchen kann, was man gerne haben möchte. Der Nachteil des Gutscheins ist, dass man es halt nicht hat“, bringt es VKI-Experte Srna auf den Punkt.

Den „richtigen Kaufzeitpunkt“ gibt es demnach nicht. Vielmehr ist die Entscheidung sehr individuell. „Wenn man ‚Oh Tannenbaum‘ über die neue 3-D-Dolby-Surround-Sound-Anlage hören will, wird man vor Weihnachten kaufen müssen“, so Srna. „Wenn man warten kann, kann es sein, dass es nach Weihnachten etwas günstiger ist. Gleichzeitig geht man aber das Risiko ein, dass besonders gefragte Produkte nicht mehr zu bekommen sind.“

Beate Macura, ORF.at

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