EU-Drogenbericht: Experten fordern mehr Geld

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Die Weltwirtschaftskrise macht „Verlierer“ anfälliger für Drogenkonsum. Manche engagieren sich im Suchtgifthandel, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.

„Ökonomische und soziale Probleme werden uns kaum helfen, das Drogenproblem zu bewältigen“, warnte heute der Chef der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle (EBDD), Wolfgang Götz, in Lissabon anlässlich der Vorstellung des neuen Jahresberichts (2010) der Institution in Lissabon. Trotzdem würden mehrere Staaten bereits ihre finanziellen Mittel in diesem Bereich kürzen.

„Situation relativ stabil“

„Insgesamt ist die Drogensituation in Europa relativ stabil. Wir sehen aber einen immer komplexeren Drogenmarkt. Wir sehen einen innovativeren und dynamischeren Suchtgiftmarkt“, warnte Götz.

Positiv: Die Zahl von rund 1,35 Mio. Heroinkonsumenten in Europa hat sich nicht verändert. „Das beunruhigende Beispiel stellen aber die hohe Rate an Opioidkonsum, injizierendem Drogengebrauch und die HIV-Infektionen dar, die wir in Russland und in der Ukraine sehen.“