Bald Neuwahlen in Griechenland?

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Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat wiederholt eine vorzeitige Parlamentswahl nicht mehr ausgeschlossen. Unter dem Druck einer schwindenden Zustimmung zu seinem Sparkurs signalisierte der Sozialist zum zweiten Mal binnen weniger Tage seine Bereitschaft, sich den Wählern zu stellen.

„Wenn unser bisheriger Kurs infrage gestellt wird, wenn wir mitten auf dem Weg in unserer Entschlossenheit nachlassen, dann geht Vertrauen in unser Land verloren“, sagte Papandreou in einem Interview der Sonntagszeitung „Real“. „In diesem Fall gibt es keine andere Lösung, als dass das griechische Volks spricht und über den künftigen Weg unseres Landes entscheidet.“

Kommunalwahlen am Sonntag

In dem hoch verschuldeten Land werden am kommenden Sonntag die Kommunalparlamente gewählt. Umfragen zufolge werden die Sozialisten Anteile verlieren. Am vergangenen Montag hatte Papandreou erstmals in einem Interview mit sieben Fernsehsendern Wahlen in Aussicht gestellt.

Die Ankündigung verursachte vor allem an den Finanzmärkten Unsicherheit, die darauf setzen, dass Papandreou die zerrütteten öffentlichen Finanzen saniert und Griechenland seine Schulden zurückzahlt. Der Euro-Staat stand im Frühjahr am Rand der Zahlungsunfähigkeit und wurde von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) mit Milliardenhilfen gestützt.