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Erneut Aschefontäne

Auch wenn die befürchtete große Eruption noch ausgeblieben ist, hat der seit Wochenbeginn wiedererwachte Vulkan Merapi auf der indonesischen Insel Java jüngsten Angaben zufolge mindestens 34 Tote gefordert. Zuletzt schleuderte der Vulkan am Donnerstag erneut eine glühende Aschefontäne in die Luft.

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Siedend heiße Lava brach aus dem Vulkan aus, berichtete das Lokalfernsehen. Aus dem knapp 3.000 Meter hohen Krater stiegen dunkle Rauchfahnen auf. Über neue Opfer gab es zunächst keine Angaben.

Tausende in Sicherheit gebracht

Angesichts der zunehmenden Aktivitäten ordneten die Behörden bereits am Montag die Evakuierung der dicht besiedelten Gegend um den Merapi an. Rund 19.000 Bewohner in einem Umkreis von zehn Kilometern um den Krater wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Tausende folgten der Anordnung, vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen. Viele Bauern aber weigerten sich, ihr Land und ihr Vieh im Stich zu lassen.

Vulkan Merapi in Indonesien

AP/Trisnadi

Zerstörtes Haus am Fuß des Vulkans

Innerhalb weniger Stunden hatten Vulkanologen am Montagabend 137 Eruptionen im Krater registriert. Am Dienstag erwachte der Vulkan wieder zu neuem Leben. Insgesamt dreimal stieß er Rauch und Asche aus.

Der Vulkanologe Gede Swantika äußerte zuletzt die Hoffnung, dass der Druck allmählich und nicht abrupt aus dem Vulkan entweicht. Allerdings sei es noch zu früh, das mit Sicherheit vorherzusagen. Noch immer liege eine heftige Eruption im Bereich des Möglichen. „Aber wenn es eine Weile so weitergeht wie jetzt, dann haben wir einen langsamen und langen Ausbruch“, sagte er. Andernfalls stehe eine heftige Eruption bevor - „größer als alles, was wir in den vergangenen Jahren gesehen haben“.

1.370 Tote bei Ausbruch vor 80 Jahren

Der 25 Kilometer nördlich von Yogyakarta auf der Insel Java gelegene Merapi zählt zu den gefährlichsten der 129 aktiven Vulkane in Indonesien. Im Umkreis des „Feuerbergs“ wohnen mehr als drei Millionen Menschen, 40.000 davon an den Hängen des Vulkans.

Bei dem jüngsten Ausbruch 2006 hatte sich das Gas mit einer Fontäne entladen und Gerölllawinen ausgelöst. Zwei Menschen wurden getötet. Bei einem Ausbruch 1994 waren 66 Menschen umgekommen. Die verheerendste Eruption der jüngeren Geschichte hatte sich 1930 ereignet: Damals wurden 13 Dörfer vernichtet, 1.370 Menschen starben.

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