MAK-Turbulenzen: Schmied lässt nun prüfen
Nach Vorwürfen an den Direktor des Wiener Museums für Angewandte Kunst (MAK), Peter Noever, betreffend Führungsstil, Spesenaufkommen und den Missbrauch von Museumsressourcen für persönliche Zwecke beauftragt Kulturministerin Claudia Schmied (SPÖ) nun den Vorsitzenden des MAK-Kuratoriums, Erste-Chef Andreas Treichl, mit deren Überprüfung.
Unterdessen haben sich die Grünen mit einer 40 Fragen umfassenden parlamentarischen Anfrage in der Causa Noever an Schmied gewandt und fordern ihr Einschreiten bei diesem „derartig bizarren Sittenbild“.
Der ausführliche Fragenkatalog deckt Themen wie die angeblich jährlich unter Verwendung von MAK-Ressourcen im Museum stattfindende Geburtstagsfeier für Noevers Mutter, aber auch die Aufenthalte und Ausgaben Noevers in Los Angeles, die Kosten für die Erstellung von Noevers persönlicher Website und die Nutzung von Limousinenservices ab.
Noever: „Gezielte Kampagne“
Mitarbeiter des Museums hatten gegenüber der APA zuvor von einem „Klima der Verängstigung“, von undurchsichtiger Finanzgebarung und vom Clinch des Direktors mit dem Betriebsrat berichtet. Noever wies die Vorwürfe zurück und sprach in einer Mitarbeiterversammlung von einer „gezielten Kampagne“ gegen ihn und das Museum.