US-Pastor bestreitet Sexvorwürfe

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Er ist einer der bekanntesten schwarzen Pastoren in den USA, er predigt Enthaltsamkeit und wettert gegen Schwule - doch nun steht Bischof Eddie Long (57) im Verdacht, junge Männer seiner Kirchengemeinde zu homosexuellen Handlungen zu nötigen. In einer Sonntagspredigt in seiner New Birth Missionary Baptist Church in Lithonia (Bundesstaat Georgia) präsentierte sich Long als Opfer. Das Bild, das die Medien von ihm verbreiteten, entspreche nicht der Wahrheit. Long kündigte juristische Schritte an.

Mit Schlaftablette überlistet?

Mehrere junge Männer hatten Long beschuldigt. Long habe ihnen große Geschenke gemacht und sich ihnen als „geistiger Vater“ präsentiert, als er sich ihnen sexuell genähert habe. Einer der jungen Männer hält Long vor, ihn auf einer Kenia-Reise mit einer Schlaftablette außer Gefecht gesetzt zu haben, bevor er sich an ihm vergangen habe. Allerdings waren die vier jungen Leute, die ihn beschuldigen, alle über 16 Jahre alt, als Long sie missbraucht haben soll. In Georgia liegt das Mindestalter für einvernehmlichen Sex bei 16 Jahren.

Gegen Homosexuelle, für Reichtum

Als besonders pikant gilt, dass Long als ein strikter Gegner von Homosexualität bekannt sei. Er trete für das Verbot der Ehe unter Gleichgeschlechtlichen ein, seine Kirche biete sogar Seminare an, die vorgeben, Homosexualität „heilen“ zu können, berichtete die „New York Times“.

Longs Kirche ist nicht nur eine der größten „Megakirchen“ in den USA, Long ist zugleich eine der schillerndsten Figuren der Kirchenszene. So predige er seinen Anhängern, Gott wolle, dass sie reich werden, Jesus sei kein armer Mann gewesen, berichtete die „New York Times“.