Kopf-an-Kopf-Rennen in der Steiermark
Der Wahlkampf in der Steiermark ist in seiner Endphase. Experten erwarten am Sonntag ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem amtierenden Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) und ÖVP-Spitzenkandidat Hermann Schützenhöfer. Zum Wahlkampfabschluss beharrte Schützenhöfer allerdings auf die Rolle des Herausforderers: „Favorit ist die SPÖ“, so der ÖVP-Spitzenkandidat.
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„Wir sind der Mehrheit auf den Fersen“, gab sich ÖVP-Landeschef Hermann Schützenhöfer am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Graz zum Wahlkampfabschluss optimistisch. Schützenhöfer ortete „viel Zuspruch“ für sich und seine Partei, blieb aber trotz Optimismus in der Einschätzung vorsichtig: „Die Stimmung ist so gut, dass wir möglicherweise an die Mehrheit herankommen könnten.“ Man habe im Wahlkampf die Themen bestimmt, so Schützenhöfer. Gerade bei der Mindestsicherung, die die ÖVP nur zwölfmal, die SPÖ aber 14-mal ausbezahlen will, habe er in den SPÖ-Hochburgen der Obersteiermark mit seiner Losung „Leistung muss sich auszahlen“ viel Zuspruch erlebt.
Voves bei Landeshauptmannfrage vorne
Auch David Pfarrhofer vom Meinungsinstitut Market sieht die Wahl nach wie vor offen. Bewegung sei auch in den letzten Tagen noch möglich, so Pfarrhofer am Donnerstag im Ö1-Morgenjournal. Das TV-Duell hätte seiner Meinung nach keinen Sieger hervorgebracht, beide Kandidaten hätten bei ihren Anhängern punkten können. Könnte man den Landeshauptmann allerdings direkt wählen, wäre Voves - mit nahezu doppelt so vielen Stimmen - vorne, so Pfarrhofer. Auf der inhaltlichen Ebene sei es aber der ÖVP sehr gut gelungen, ihre Themen zu vermitteln - mehr dazu in oe1.ORF.at.
So hatte dann auch Schützenhöfer am Donnerstag in Graz sein Regierungsteam und den Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl um sich versammelt, um sein Teamkonzept der auf Voves ausgerichteten „One-Man-Show“ der SPÖ gegenüberzustellen.
Verhärtete Fronten bei TV-Duell
Am Mittwochabend trafen sich Voves und Schützenhöfer im ORF-Landesstudio Steiermark: Teilweise fühlte man sich an die TV-„Elefantenrunde“ vom vergangenen Sonntag erinnert, als das Gespräch wortgleich auf die steirische Wirtschaftsleistung und Bundesländer-Rankings kam. Auf die Frage von Chefredakteur Gerhard Koch, was Voves an seinem Gegenüber Hermann Schützenhöfer schätze, meinte er: „Er ist ein sehr fleißiger und offener Mensch.“ Kühl antwortete Schützenhöfer darauf, was er an Voves schätze: „Dass die Handschlagqualität früher besser war.“
Die Frage, wer der bessere Landeshauptmann sei, beantwortete Schützenhöfer u. a. mit einem Satz von einem Wahlplakat: „Voves hat seine Chance gehabt und nicht genutzt. Wir wollen Leistungsgerechtigkeit und nicht Verteilungsgerechtigkeit in dem Sinne, dass uns ums Geld der anderen nichts zu teuer ist“.
Voves sagte zu dieser Frage, weil unter seiner Regierungszeit u. a. etliche Forschungszentren in die Steiermark gekommen seien, das Land bildungspolitische Fortschritte gemacht habe und hohe Investitionen in Wirtschaft und Infrastruktur gemacht worden seien - und weil er auf soziale Gerechtigkeit achte. Gegen Ende der Diskussion waren die Fronten dann verfahren: Über die Finanzlage der Gemeinden ließen die Kontrahenten sich gegenseitig kaum mehr zu Wort kommen - mehr dazu in steiermark.ORF.at.
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