Obama ruft Amerikaner zur religiösen Toleranz auf

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US-Präsident Barack Obama hat die Amerikaner vor dem Hintergrund der Pläne für Koranverbrennungen und des Streits über einen Moscheebau in New York zur religiösen Toleranz aufgerufen. Obama erinnerte auf einer Pressekonferenz heute an die Botschaft seines Vorgängers George W. Bush nach den Anschlägen vom 11. September, wonach sich die USA nicht im Krieg mit dem Islam befänden, sondern mit Terroristen und Mördern. Daran habe sich nichts geändert.

„Wir müssen sicherstellen, dass wir uns nicht gegeneinanderrichten“, sagte Obama. „Wir sind eine Nation unter Gott, wir mögen diesem Gott verschiedene Namen geben, aber wir sind eine Nation.“

Erneut verurteilte Obama das Vorgehen des radikalen Pastors Terry Jones in Florida, der für den neunten Jahrestag der Anschläge vom 11. September Koranverbrennungen angedroht hatte. Derartige Aktionen gefährdeten US-Truppen im Ausland. Mit deren Sicherheit, so Obama, „spielt man nicht“.

Jones sorgt weiter für Verwirrung

Das Hin und Her um die Koranverbrennung in Florida ging unterdessen weiter. Jones forderte ultimativ ein Treffen mit dem Imam des in New York geplanten Islamzentrums mit einer Moschee nahe Ground Zero. Er ließ offen, ob er ohne ein solches Treffen die zunächst abgesagte Koranverbrennung doch noch abhalten werde.