Themenüberblick

Hälfte der Insassen überlebte Unglück

Im Nordosten Chinas ist am Dienstag ein Passagierflugzeug mit über 95 Menschen an Bord bei der Landung verunglückt. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, schoss die Maschine über die Landebahn hinaus und fing Feuer. Laut Medienberichten gab es Überlebende. 54 Menschen wurden in Spitäler gebracht, mindestens 42 Passagiere kamen ums Leben.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Die Maschine der chinesischen Fluggesellschaft Henan Airlines sei bei dichtem Nebel über die Landebahn hinausgeschossen und in zwei Stücke gebrochen, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Menschen seien herausgeschleudert worden. Es habe eine Explosion und ein Feuer gegeben. Feuerwehr und Rettungstrupps eilten zum Unglücksort. Rund 500 Helfer seien im Einsatz gewesen. 42 Insassen starben laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua bei der Bruchlandung.

Ursache unklar

Unter den Opfern im Krankenhaus waren nach ersten Angaben mehrere Schwerverletzte. An Bord waren nach Angaben von Xinhua 91 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Die Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Nach Angaben der Staatsagentur Xinhua herrschte wegen des Nebels schlechte Sicht.

Der ERJ-190-Jet des brasilianischen Herstellers Embraer war von der Hafenstadt Harbin nach Yichun im äußersten Nordosten Chinas nahe der Grenze zu Russland geflogen. Der kleine Inlandsflughafen in Yichun war erst im vergangenen Jahr eröffnet worden. Wie viele andere Airports in entlegenen Gebieten wurde er gebaut, um die örtliche Wirtschaft anzukurbeln.

Handyfoto des Flugzeugwracks

AP Photo/Xinhua, Li Guangfu

Ein Amateurfoto des Flugzeugwracks

„Schwarzes Jahr“ 2002

In China sind Flugzeugunglücke relativ selten. Der letzte Crash ereignete sich 2004 ebenfalls in Nordchina, als eine kleine Regionalmaschine nahe des Flughafens der Stadt Baoto in der Inneren Mongolei auf der Eisdecke eines zugefrorenen Sees in einem Park zerschellte. Keiner der 47 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder überlebte nach Angaben der Sicherheits- und Arbeitsschutzverwaltung in Peking. Zwei Menschen wurden am Boden getötet.

Ein „schwarzes Jahr“ war allerdings 2002: Im April stürzte eine Boeing der Gesellschaft Air China in ein Wohngebiet bei Gimhae in Südkorea. Bei dem Unglück wurden 129 Menschen getötet. Am 7. Mai 2002 stürzte eine chinesische MD-82 in der Nähe von Dalian im Nordosten Chinas ins Meer. 112 Menschen starben. Das Unglück hatte ein Passagier ausgelöst, indem er an Board Feuer legte. Etwas mehr als zwei Wochen später starben 225 Menschen, als eine Boeing 747 der taiwanesischen Gesellschaft China Airlines auf dem Weg nach Hongkong in der Luft auseinanderbrach. Als Ursache wurde Materialermüdung angegeben.

Links: