VKI: Musterprozess um Zukunftsvorsorgeprodukte
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) will mit Musterprozessen gegen Anbieter von Zukunftsvorsorgeprodukten vorgehen. Ein Grund dafür sind die wegen der negativen Aktienkursentwicklung in den vergangenen Jahren „ausgestoppten“ Produkte. Sie nehmen an der Aktienkursentwicklung - wie bei der s Versicherung - überhaupt nicht mehr teil. Andererseits sollen die Ausstoppungen auch weitere Verluste für die Verbraucher verhindern.
Keine Chance auf Rendite
„Wir haben vor, einen Musterprozess zu führen“, sagte der Leiter der VKI-Rechtsabteilung Peter Kolba zur APA. Das Problem besteht laut Kolba darin, dass den Betroffenen von den Banken jede Chance auf eine weitere Rendite genommen wird. „Bei den Ansparplänen wird trotz weiterer Einzahlungen am Schluss nur das garantierte Kapital herauskommen“, kritisiert Kolba, da die Banken nichts mehr riskieren wollten.
Kolba bestätigt damit einen Bericht des „WirtschaftsBlatts“ (Freitag-Ausgabe). „Wir schauen uns gerade an, ob rechtliche Schritte möglich sind“, so VKI-Versicherungsexperte Walter Hager zur Zeitung. Kritisiert wird von ihm in diesem Zusammenhang auch, dass der gesetzlich verpflichtend vorgegebene Aktienanteil von mindestens 30 Prozent auf null abgesichert wird, woraus den Anlegern weitere Kosten entstünden.