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Tierschützer feiern Sieg

Tierschützer, nicht nur in Spanien, haben das Votum des katalanischen Parlaments begrüßt, Anhänger der Tradition waren entsetzt. Ende Juli fand sich eine Mehrheit der Abgeordneten, die für ein Ende des Stierkampfs in der Region Katalonien votierten.

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Das Parlament Kataloniens beschloss die Abschaffung des Stierkampfs in dieser Region Spaniens. 68 Abgeordnete votierten in Barcelona für das Verbot, 55 Abgeordnete stimmten dagegen. Zudem gab es neun Enthaltungen. Das Verbot soll mit dem Jahr 2012 in Kraft treten. Für die Anhänger der „Corridas“ gibt es damit eine Übergangsfrist.

Druck von der Straße

Die Tierschutzgruppe PROU! hatte 180.000 Unterschriften für ein Verbot eingereicht und mit dem Druck der Straße eine Beschäftigung des katalanischen Parlaments erzwungen.

Katalonien ist die erste Region auf dem spanischen Festland, die den umstrittenen Brauch verbietet. Auf den Kanarischen Inseln wurden Stierkämpfe bereits 1991 für illegal erklärt.

Der Stierkampf ist mit 40.000 Arbeitsplätzen auch ein wichtiger Wirtschaftssektor. Dutzende Demonstranten, die für oder gegen den Stierkampf waren, versammelten sich am Tag der Abstimmung vor dem Regionalparlament in Barcelona. Die Befürworter der traditionellen Kämpfe forderten dabei „Stiere ja, Freiheit ja“, die Gegner verlangten ein Ende der „Folter“ in den Arenen.

In der Debatte hatte PROU!-Sprecherin Anna Mula die Abgeordneten aufgerufen, „eine Botschaft des Erbarmens und des Fortschritts an die Menschheit“ zu richten.

Große Fraktionen gaben Abstimmung frei

Die Fraktionen der Sozialistischen Partei und der gemäßigten Nationalistenpartei CIU hoben für die Abstimmung den Fraktionszwang auf. Die katalanischen Nationalisten, die traditionell antispanisch eingestellt sind, sehen den Stierkampf als Teil des spanischen Kulturimperialismus (und übersehen dabei, dass es im Midi Frankreichs eine ebenfalls traditionelle, mittlerweile meist unblutig durchgeführte „Corrida“-Tradition gibt).

Auch die Medien mischten in der Debatte fest mit. So forderte auch die katalanische Zeitung „El Periodico“ ein „Ende der Fiesta“.

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