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US-Firma entwickelt E-Prototypen

Daimler-Partner Tesla hat für den weltgrößten Autobauer Toyota zwei Elektrofahrzeuge entwickelt. Bis Ende des Monats sollten die beiden Prototypen abgeliefert werden, teilte Tesla Mitte Juli mit. Sie würden Toyota-Autos mit eigenen elektrischen Antrieben verbinden, so der weltweite Vorreiter bei Elektroautos.

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Toyota-Präsident Akio Toyoda hatte bei einer Führung für US-Journalisten im japanischen Werk Nagoya angekündigt, der Weltmarktführer wolle mit den von Tesla eingesetzten Lithium-Ionen-Batterien experimentieren. Es könnte eine Alternative zu den von Toyota selbst entwickelten, für ihre Wagen passgenauen Batterien sein. Der Elektrokleinwagen von Toyota soll 2012 auf den Markt kommen.

„Wir werden sehen, welche der beiden Konzepte die Bedürfnisse der Kunden besser trifft“, sagte Toyoda. Ein Tesla-Sprecher wollte seinerseits nicht sagen, um welche Toyota-Modelle es bei der Kooperation geht. Die beiden Unternehmen skizzierten damit aber erstmals den Rahmen einer Allianz, die sie bereits im Mai geschmiedet hatten.

Toyota will Image verbessern

Toyota bemüht sich derzeit, sein nach zahlreichen Rückrufen angekratztes Image wieder aufzubessern. Auch sein Flaggschiff Prius mit Hybridantrieb musste Toyota in die Werkstätten zurückholen. Um sein Ansehen in den USA wieder aufzupolieren, beteiligte sich Toyota mit 50 Millionen Dollar an dem erfolgreichen Börsengang von Tesla Ende Juni.

Im Vorfeld hatten die beiden Autobauer jedoch zunächst für Verwirrung gesorgt. Nachdem sie ihr Bündnis Ende Mai öffentlich gemacht hatten, ruderte Tesla wenig später zurück. Es habe sich lediglich um eine Absichtserklärung gehandelt, einen förmlichen Vertrag gebe es nicht. Die Kooperation mit Toyota zweifelten viele daher an.

„Umweltschonende Technologie“

Die Japaner zeigten sich nun auch für andere Partnerschaften offen. „Es ist schwierig für ein Unternehmen, ganz alleine eine umweltschonende Technologie zu entwickeln“, sagte Toyota-Vizepräsident Shinichi Sasaki. Er bezeichnete den Ansatz von Tesla, auf handelsübliche Batterie-Bestandteile zurückzugreifen, zwar als „schockierend“. Er räumte aber auch ein, dass das die Kosten für Toyota deutlich senken könnte, sollte das System die Qualitätsprüfungen bestehen.

Mehrere große Autobauer hatten zuletzt Kooperationen besiegelt, auch um Zukunftstechnologien wie Elektroantriebe zur Serienreife zu bringen. Der Stuttgarter Daimler-Konzern entwickelt mit Tesla unter anderem Fahrzeug-Batterien auf Lithium-Ionen-Basis.

Vorreiter bei E-Autos

Tesla ist einer der wenigen Autobauer der Welt, der bereits Elektroautos anbietet. Bis Anfang Mai verkaufte das erst sechs Jahre alte Unternehmen eigenen Angaben zufolge weltweit rund 1.000 Stück seines etwa 84.000 Euro teuren Sportwagens Roadster, dessen Batterien über normale Steckdosen aufgeladen werden. Das Auto beschleunigt in 3,7 Sekunden von null auf 100 Kilometer pro Stunde. Das schafft nur eine Handvoll luxuriöser Sportwagen.

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