Ballonprotest gegen Bürgermeister Khan in London

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Mit einem riesigen Ballon in Form des Londoner Bürgermeisters Sadiq Khan im gelben Bikini ist heute gegen die Politik des Labour-Politikers in der britischen Hauptstadt demonstriert worden. Der Ballon wurde am Vormittag über dem Parliament Square in der britischen Hauptstadt steigen gelassen.

Trump-Ballon als Vorbild

Der Organisator Yanny Bruere begründete den Protest auch mit einer ähnlichen Aktion, die die Achtung für den US-Präsidenten Donald Trump habe vermissen lassen. Während Trumps Besuch in Großbritannien im Juli habe Khan zugelassen, dass für kurze Zeit ein Ballon in Form eines Baby-Trumps in Windeln und mit Handy über dem Platz vor dem Parlament schwebte.

Khan reagierte gelassen. „Gelb ist nicht wirklich meine Farbe“, sagte er dem „Guardian“ zufolge. Trotzdem seien die Menschen „willkommen“, sich den Ballon anzuschauen.

67.000 Euro gesammelt

Mit der Aktion sollte der Gruppe zufolge auch darauf aufmerksam machen, dass es der Bürgermeister nicht geschafft habe, die Gewaltkriminalität in der britischen Hauptstadt zu reduzieren. Für ihren Protest hatten sie im Internet rund 60.000 Pfund (rund 67.000 Euro) Spenden gesammelt.

In einem Bikini wurde Khan dargestellt, weil er zu Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2016 Plakatwerbung in der Londoner U-Bahn verboten hatte, die eine junge, sehr schlanke Frau im Bikini zeigte und den Spruch trug: „Ist dein Strandkörper bereit?“ Khan wertete das als Druck auf junge Frauen, einem unrealistischen Schönheitsideal zu entsprechen. Auch damit hatte er seine Gegner verärgert.