Kommission fordert Überblick zu Dürreschäden

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Die Europäische Kommission hat die EU-Staaten aufgefordert, bis Monatsende einen Überblick über die jeweiligen Dürreschäden zu liefern. Die EU-Staaten hätten bedeutende Spielräume, um selbst handeln zu können, sagte ein Sprecher der EU-Behörde heute. Derzeit habe die EU-Kommission aber noch keine Liste der betroffenen EU-Länder.

Anfang August hatte die EU-Kommission erste Unterstützungsmaßnahmen angesichts der anhaltenden Trockenperiode angekündigt. So könnten Bauern 70 Prozent der Direktzahlungen und 85 Prozent der Zahlungen zur Entwicklung im ländlichen Raum bereits Mitte Oktober, statt erst im Dezember beziehen. Auch könne derzeit nicht genutztes Land zur Tierfutterproduktion genutzt werden.

Deutschland sagte Hilfe zu

Deutschland will Landwirten und Landwirtinnen mit starken Einbußen wegen der Dürre mit Nothilfen unterstützen. Angesichts von Ernteschäden „nationalen Ausmaßes“ wolle der Bund 150 Millionen bis 170 Millionen Euro ergänzend zu Länderprogrammen geben, sagte Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) in Berlin. Insgesamt soll die Unterstützung mit den Ländern 340 Millionen Euro betragen.

Dänemark erwartet größte Verluste seit 2008

Stärker als bisher erwartet trifft die Dürre die Landwirtschaft in Dänemark. Sie dürfte dem Branchenverband zufolge mehr Firmenpleiten auslösen. Die Verluste im Agrarsektor könnten sich auf umgerechnet rund 1,1 Milliarden Euro summieren und damit so hoch ausfallen wie seit der Finanzkrise 2008 nicht mehr, teilte das Forschungsinstitut Seges des dänischen Landwirtschafts- und Lebensmittelrats mit. Etwa drei Viertel davon gingen allein auf die Trockenheit zurück.