Trump wirft Sozialen Netzwerken „Zensur“ vor

US-Präsident Donald Trump hat Online-Netzwerken die „Zensur“ konservativer Meinungen vorgeworfen. „Sie unterdrücken die Meinungen vieler Menschen des rechten Spektrums und gehen gleichzeitig gegen andere gar nicht vor“, schrieb er gestern beim Kurzbotschaftendienst Twitter. Seine Regierung werde dies nicht zulassen, da „Zensur“ gefährlich sei. Kürzlich hatten Soziale Netzwerke wie Facebook den ultrarechten US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones gesperrt.

Namentlich nannte Trump den rechtsgerichteten Radiomoderator und Internetseiten-Betreiber nicht, der im Wahlkampf 2016 als Trump-Unterstützer in Erscheinung getreten war. „Wenn ihr Fake News ausmerzen wollt, ist nichts so fake (falsch) wie CNN und MSNBC, und trotzdem verlange ich nicht, dass deren krankes Verhalten beseitigt wird“, schrieb Trump über zwei Fernsehsender, die er besonders häufig kritisiert.

Trump wirft auch etablierten US-Medien immer wieder „Fake News“ vor und brandmarkte sie wiederholt als „Feinde des Volkes“. Daher hatten am Donnerstag in einer abgestimmten Aktion mehr als 300 Tageszeitungen in Leitartikeln vor einer Gefährdung der Pressefreiheit durch den Präsidenten gewarnt.