Flugzeugabsturz in der Schweiz: 20 Opfer befürchtet

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In den Schweizer Alpen ist gestern ein fast 80 Jahre altes Oldtimer-Flugzeug vom Typ Junkers Ju-52 mit bis zu 20 Menschen an Bord abgestürzt. Die Unglücksstelle lag abgelegen in den Bergen Graubündens auf 2.500 Meter Höhe. Die Polizei machte zunächst keine Angaben, wie viele Menschen tatsächlich an Bord waren.

„Tante Ju“ oft im privaten Einsatz

Die Maschine gehörte der Ju-Air, die touristische Rundflüge anbietet. „Das Team der Ju-Air ist tief traurig und denkt an die Passagiere, die Crew und Familien und Freunde der Verunglückten“, teilte das Unternehmen mit. Der Flugbetrieb werde bis auf Weiteres eingestellt. Die Maschinen sind im Volksmund als „Tante Ju“ bekannt und werden oft zu Geburtstagen oder Jubiläen von Familien, Firmen oder Vereinen gebucht.

Die Kantonspolizei Graubünden stellte für heute Nachmittag nähere Angaben in Aussicht. Sie hatte gestern zunächst lediglich den Absturz an der Westflanke des Berges Piz Segnas gemeldet, auf etwa 2.540 Meter Höhe. Rettungs- und Bergungskräfte stiegen mit mehreren Hubschraubern auf. Die Bergungsarbeiten wurden heute fortgesetzt.

Familie bei weiterem Absturz getötet

Gestern war außerdem bei Hergiswil - rund zehn Kilometer südlich von Luzern am Vierwaldstättersee - ein Flugzeug abgestürzt. Eine vierköpfige Familie aus der Region mit zwei minderjährigen Kindern kam dabei ums Leben.

Durch den Absturz des Flugzeugs vom Typ Socata TB-10 fing das Umland Feuer. Ein Löschhelikopter musste diesen Brand zuerst löschen, bevor sich die Einsatzkräfte an Ort und Stelle begeben konnten. Das Flugzeugwrack, das um 9.45 Uhr auf dem Flugplatz Kägiswil (Kanton Obwalden) gestartet war, brannte völlig aus.

Hitze könnte Rolle gespielt haben

Schweizer Medien zitierten Flugexperten mit Spekulationen, dass die Hitze bei den Unglücken eine Rolle gespielt haben könnte. Bei Hitze sei die Luft dünner, was die Leistung von Maschinen beeinträchtigte. Ju-Air und Polizei machten zunächst keine Angaben zu den Ursachen der beiden Unglücke.