Trump nennt EU einen „Feind“

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US-Präsident Donald Trump hat die EU in einem TV-Interview als einen Gegner bzw. „Feind“ („foe“) der USA bezeichnet. „Ich denke, die Europäische Union ist ein Feind, was sie uns im Handel antun“, sagte Trump dem US-Sender CBS. „Man würde jetzt nicht unbedingt an die EU denken, aber sie sind ein Feind.“

Auch Russland und China seien in gewissem Sinn Feinde, etwa wirtschaftlich. Allerdings schwächte Trump ab: Das bedeute nicht, dass die angesprochenen Länder schlecht seien. Er wollte seine Aussage vor allem in Wettbewerbshinsicht verstanden wissen und begündete sie etwa mit aus seiner Sicht unfairen Handelspraktiken der Europäer.

Trump griff erneut insbesondere Deutschland an. Die Bundesrepublik trage nicht ausreichend zur Verteidigung innerhalb der NATO bei, warf der US-Präsident Deutschland vor. Zu gleicher Zeit kaufe Deutschland Russland Energie ab. Deutschland lasse Millionen in die Kassen derer fließen, vor denen die USA die Deutschen schütze.

Tusk: Amerika und EU beste Freunde

EU-Ratspräsident Donald Tusk widersprach dem US-Präsidenten kategorisch. „Amerika und die EU sind beste Freunde“, schrieb Tusk auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. „Wer auch immer sagt, wir seien Feinde, verbreitet ‚Fake News‘.“

Mit Spannung erwartetes Treffen in Helsinki

Der US-Präsident ist zurzeit in Europa unterwegs. Heute wird er in der finnischen Hauptstadt Helsinki erstmals zu einem offiziellen Gipfeltreffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin zusammentreffen.

Beide Politiker sind umstritten, das Verhältnis der Länder zerrüttet, der Ausgang des Treffens ungewiss. Kontroverse Gesprächsthemen wie NATO-Militäreinsätze, die russische Krim-Annexion, Denuklearisierung und der Verdacht der Wahlbeeinflussung bieten zudem ein hohes Konfliktpotenzial.

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