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Williams versprach „unvergessliche Show“

Der britische Popstar Robbie Williams hat seinen Auftritt bei der WM-Eröffnungsfeier im Moskauer Luschniki-Stadion mit einer unsportlichen Geste beendet. Bei der Liedzeile „I Did This For Free“ („Ich habe das umsonst gemacht“) streckte Williams am Donnerstag demonstrativ den Mittelfinger seiner linken Hand in die Kamera.

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Wem der Mittelfinger galt, ist unklar. In den Sozialen Netzwerken wurde spekuliert, der britische Künstler könne auf Kritik aus der Heimat an seinem Auftritt in Russland reagiert haben. Das russische Internetportal Lenta.ru vermutete dagegen, Williams habe den Russen und nicht der britischen Presse den Finger gezeigt. Die Eröffnungsfeier war weltweit live übertragen worden.

Lineker: „Fangt mit dem Fußball an!“

Auch Englands diskutierfreudiger Ex-Fußballstar Gary Lineker ging auf die provokante Geste des Popstars ein, wollte sich aber nicht an den Spekulationen über die Motive beteiligen. „Diese WM-Eröffnungsfeier war genauso Müll wie alle anderen. Fangt mit dem Fußball an“, schrieb Lineker auf Twitter.

Robbie Williams sorgt für ersten WM-Skandal

Die Fußball-WM hat gleich an ihrem ersten Tag ihren ersten Skandal. Robbie Williams zeigte bei der Eröffnung demonstrativ seinen Mittelfinger in die Kamera.

Anfang der Woche hatte Williams mitgeteilt, es sei für ihn ein Jugendtraum, eine Fußball-Weltmeisterschaft vor knapp 80.000 Fans im Stadion zu eröffnen. Er versprach seinen Fans eine „unvergessliche Show“.

Kritik an Williams-Auftritt

Der prominente Kreml-Kritiker Bill Browder hatte Williams im Vorfeld für dessen Auftritt in Moskau scharf kritisiert. „Es gibt viele Wege, Geld zu verdienen, Robbie Williams, aber seine Seele an einen Diktator zu verkaufen, sollte keiner davon sein. Schäm Dich!“, schrieb Browder auf Twitter als Reaktion auf Williams’ Ankündigung, in Moskau aufzutreten.

Browder zählte mit seiner Fondsgesellschaft einst zu den größten Investoren in Russland. Der gebürtige US-Amerikaner mit britischer Staatsbürgerschaft hatte vor einigen Jahren durch die Enthüllung eines Finanzskandals internationale Sanktionen gegen Moskau auf den Weg gebracht. Browder selbst bezeichnet sich als "Staatsfeind Nummer eins" für Russlands Präsidenten Wladimir Putin.

„Party Like A Russian“ nicht angespielt

Williams’ Auftritt bei der Show, die Milliarden Fans vor den Fernsehern sahen, hatte im Vorfeld in Russland nicht nur Euphorie, sondern auch Erstaunen ausgelöst. Der Weltstar hatte 2016 mit seinem Hit „Party Like A Russian" viel Kritik in Russland geerntet. In dem dazugehörigen Musikvideo machte sich Williams über reiche, partywütige Russen lustig. Kritiker sagen, er bediene Vorurteile gegen Russen und sei beleidigend.

Robbie Williams macht mit zwei Fingern das Peace-Zeichen

Reuters/Carl Recine

Friedensangebot? Williams machte in Moskau auch das Peace-Zeichen

Bei der Eröffnungsfeier kam Williams ohne das provokante Lied aus. Er sei gebeten worden, es nicht zur WM zu spielen, berichteten Moskauer Medien. Statt des umstrittenen Songs setzte er auf ein Medley seiner großen Hits, in das auch die russische Sopranistin Aida Garifullina von der Wiener Staatsoper einstimmte.

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