Unwettergefahr besteht weiterhin
In den vergangenen zwei Tagen haben Unwetter vor allem im Osten Österreichs für Überschwemmungen gesorgt. Am Freitagnachmittag kämpften unter anderem Einsatzkräfte in der Steiermark und im Burgenland mit Starkregen, Hagel und Überschwemmungen. Die Unwettergefahr ist aber noch nicht vorbei. Am Wochenende werden Gewitter und Regen erwartet.
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Am Samstag wechseln sich zunächst Sonne und Wolken ab. Jederzeit können sich aber Schauer und Gewitter bilden. Binnen kurzer Zeit können in manchen Regionen große Regenmengen fallen, und es kann auch hageln, berichtet die ORF-Wetterredaktion. Am häufigsten wird es in Tirol, Salzburg, im südlichen Niederösterreich, im Waldviertel und in der Steiermark regnen - mehr dazu in wetter.ORF.at.

APA/BFV STEIERMARK
Die Einsatzkräfte hatten in der Steiermark alle Hände voll zu tun
Schon am Freitag war die Steiermark mit Starkregen konfrontiert. Straßen wurden von Bächen überschwemmt, die zu reißenden Fluten angeschwollen waren. Die Niederschläge zogen über große Teile der Steiermark. Allein im Bezirk Weiz wurden bis zum späten Nachmittag 20 Einsätze für elf Wehren gemeldet - vor allem entlang der Raab. Einsätze wurden auch rund um Strallegg, Birkfeld und Passail abgearbeitet.
Mehr als 260 Einsätze im Burgenland
In einer Siedlung im östlichen Stadtgebiet von Hartberg konnten Äcker das Wasser nicht mehr aufnehmen. Einer der Betroffenen schilderte gegenüber der APA: „Erst hat es gehagelt, dann kam das Wasser vom Acker über Nachbargärten in unseren. Binnen weniger Minuten war unser Garten ein Teich.“ Bei der Abfahrt der Südautobahn (A2) gab es ebenfalls vorübergehend Probleme mit hohem Wasserstand.

APA/BFV STEIERMARK
„Unser Garten war wie ein Teich“, schildert ein Betroffener die Situation in der Steiermark
Aber auch im Burgenland hatten die Einsatzkräfte den ganzen Freitag zu tun. Insgesamt mehr als 260 Einsätze wurden gemeldet. Laut Landessicherheitszentrale Burgenland (LSZ) waren 50 Feuerwehren mit rund 540 Mitgliedern im Einsatz. Neben Kellern standen auch Straßenzüge und Wohnbereiche unter Wasser. Am schlimmsten betroffen waren Loipersdorf, Grafenschachen, Markt Allhau, Riedlingsdorf, Pinkafeld und Buchschachen (alle Bezirk Oberwart). Weiters waren rund 3.000 Sandsäcke in Verwendung. Auch vier Katastrophenhilfsdienstzüge, zwei davon aus der Steiermark, wurden hinzugezogen.
Politik sichert Hilfe zu
Laut LSZ traten außerdem die Pinka und der Stögersbach über die Ufer und sorgte für Überflutungen. In Loipersdorf sei der Katastrophenhilfsdienst der Bezirksfeuerwehr Oberwart im Einsatz. Allein in Pinkafeld seien über 50 Einsatzadressen gemeldet worden. Das Wasser stehe auf den Straßen bis zu 70 Zentimeter hoch, berichtete der im Bezirksführungsstab Oberwart für die Einsatzleitung zuständige Martin Ulreich - mehr dazu in burgenland.ORF.at.
In Pinkafeld sei zudem ein Wirtschaftsgebäude aufgrund eines Blitzschlages ausgebrannt. Inzwischen gehe aber die Zahl der Meldungen zurück, hieß es von der LSZ. Unterdessen hat das Land den Unwetteropfern eine rasche und unbürokratische Hilfe zugesagt. „Wir werden alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen und den betroffenen Menschen rasch helfen“, teilten Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) und sein Stellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) mit. Eine Katastrophenbeihilfe stehe bereit.

ORF
Ein Feld im Südburgenland steht unter Wasser. Die Politik hat den Opfern Hilfe zugesichert.
300 Einsatzkräfte in Niederösterreich ausgerückt
Auch bei Niederösterreichs Feuerwehren gab es Dutzende Einsätze. Auch hier wurden Keller überflutet und Straßen überschwemmt. Betroffen war der südliche Landesteil, vor allem die Bucklige Welt. In den Bezirken Neunkirchen, Wiener Neustadt und auch Baden seien bis zum Nachmittag rund 300 Einsatzkräfte ausgerückt, sagte Feuerwehrsprecher Franz Resperger.
Nach Angaben des Bezirksfeuerwehrkommandos Waidhofen an der Thaya hat Starkregen am Freitagnachmittag Ortsteile von Waidhofen unter Wasser gesetzt. Gegen 16.00 Uhr hatte sich eine Gewitterzelle über Matzles entladen, binnen weniger Minuten seien enorme Regenmengen gefallen. Schlammmassen drangen in sechs Keller ein, fünf Feuerwehren standen mit Unterwasserpumpen und einer Großpumpanlage im Einsatz - mehr dazu in noe.ORF.at.
Unwetter in Ostösterreich
Von den Gewittern am stärksten betroffen ist die Oststeiermark. Im Raum Hartberg drohen mehrere Flüsse über die Ufer zu treten und zahlreiche Straßen werden vermurt.
Bereits am Donnerstagabend war eine Unwetterfront mit Starkregen und Hagel über Kärnten hinweggezogen und hatte für rund 70 Feuerwehreinsätze gesorgt. Am stärksten betroffen waren die Bezirke Spittal und St. Veit. Straßen und Keller waren überflutet, der Boden konnte die großen Regenmengen in der kurzen Zeit nicht mehr aufnehmen. Am Freitag waren die Aufräumarbeiten noch in vollem Gange - mehr dazu in kaernten.ORF.at.
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