Nur drei Überlebende gefunden
Am internationalen Flughafen von Kuba ist ein Passagierflugzeug abgestürzt. Die Boeing 737 hatte laut staatlicher Nachrichtenagentur Prensa Latina 104 Menschen an Bord sowie neun Besatzungsmitglieder.
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Nur drei Passagiere sollen das Unglück überlebt haben, sagte ein Offizier des Militärs gegenüber staatlichen Medien. Sie schwebten nach dem Absturz in Lebensgefahr und seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, berichtete die Zeitung „Granma“.
Die Maschine soll den Angaben zufolge für die staatliche Fluggesellschaft Cubana de Aviacion unterwegs gewesen sein. Betrieben wurde die Boeing 737 im Auftrag der mexikanischen Fluggesellschaft Damojh.
Vonseiten des Flughafens verlautete, das Flugzeug sei auf dem Weg in die ostkubanische Stadt Holguin gewesen. Die Maschine verunglückte bei Santiago de las Vegas, nahe dem internationalen Flughafen Jose Marti südlich von Havanna.

APA/AFP/Adalberto Roque
Von der Boeing 737 sind nur mehr Trümmer übrig
Fernsehbilder zeigen eine hohe Rauchsäule und Flammen in Sichtweite des Terminalgebäudes. Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel eilte zur Unfallstelle, er sprach von einer „hohen Zahl von Opfern“.
Die spanische Version der BBC zitiert einen Anwohner: „Zuerst hat man einen lauten Knall gehört, danach stieg Rauch auf. Ein wenig später eilten die Feuerwehrautos und Krankenwagen vorbei. Die Straßen sind geschlossen, und immer noch sieht man eine Rauchsäule.“

APA/AFP/Yamil Lage
Das Flugzeug stürzte auf ein Feld in der Nähe des Flughafens
Das letzte größere Unglück mit einer Passagiermaschine auf Kuba hatte sich 2010 ereignet. Damals war in dem Karibikstaat ein Flugzeug der Airline Aerocaribbean mit Touristen an Bord auf dem Weg von Santiago de Cuba nach Havanna abgestürzt. Alle 68 Insassen starben. Ende April waren beim Absturz eines kubanischen Militärflugzeugs acht Soldaten ums Leben gekommen. Das Transportflugzeug 26 prallte in der Region Artemisa im Westen des Karibikstaates gegen einen Berg.