Venetiens Präsident fordert Eintrittskarten für Venedig
Nachdem am Wochenende erstmals Drehkreuze zur Regelung der Touristenströme in Venedig getestet worden sind, könnte es bald zu weiteren Maßnahmen zur Einschränkung der Besucherzahl in der Lagunenstadt kommen. Der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, sprach sich heute für die Einführung von Eintrittskarten für Eintagesbesucher aus.
„Wie ein Kino- oder Museumsticket“
„Venedig ist ein Freilichtmuseum und kann nur eine bestimmte Zahl von Touristen verkraften. Man soll eine maximale Zahl von Eintagestouristen festlegen und dafür sorgen, dass man den Besuch in der Stadt reserviert, genau wie ein Kino- oder Museumsticket. Das ist meiner Ansicht nach nichts Ungewöhnliches“, meinte Zaia laut Medienangaben.
„Auf diese Weise könnten wir nicht nur die Touristenströme regeln. Wir hätten auch den Vorteil, dass die Touristen, die Venedig besuchen, registriert sind“, sagte Zaia. Das sei für die Sicherheit wichtig. Bis zu 130.000 Touristen tummeln sich zu Spitzenzeiten täglich in der Lagunenstadt. Die Einheimischen betrachten diese Entwicklung mit wachsender Sorge.