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Tesla legt sich mit Ermittlern an

Der Elektroautohersteller Tesla liegt im Clinch mit einflussreichen Unfallermittlern wegen der Aufklärung des jüngsten tödlichen Unfalls mit eingeschaltetem „Autopilot“-Assistenzsystem.

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Das National Transportation Safety Board (NTSB), das auch die Aufklärung von Flugzeugunglücken führt, schloss Tesla in einem ungewöhnlichen Schritt von der Mitwirkung an der Untersuchung aus. Zuvor hatte die Firma die Vereinbarung zur Kooperation bereits ihrerseits aufgekündigt. Später heizte Tesla die Lage weiter an und kündigte sogar eine Beschwerde über die Behörde vor dem US-Kongress an.

Mit eigener Sicht vorgeprescht

Im Zentrum des Streits steht der Vorwurf, Tesla habe sich nicht daran gehalten, während der Ermittlungen keine Informationen zum Unfall zu veröffentlichen. Das Unternehmen hatte nach dem Unfall dem dabei ums Leben gekommenen Fahrer die Schuld gegeben und das mit Daten aus dem Fahrzeug gestützt.

Nachdem die Familie des Fahrers von früheren Problemen mit dem „Autopilot“-System an der Unfallstelle gesprochen hatte, bekräftigte die Firma ihre Sicht der Dinge. Tesla habe ohne Erlaubnis Informationen an die Öffentlichkeit gegeben, teilte das NTSB mit. So etwas führe häufig zu „Spekulationen und falschen Annahmen“.

Behörde scharf angegriffen

Die übliche Vereinbarung zwischen dem NTSB und Herstellern sieht einen Austausch von Informationen vor - die Firmen dürfen sich aber auch nur mit Erlaubnis der Ermittler zu dem Unfall äußern. Das Abkommen sei „inakzeptabel“, da es für mehr als ein Jahr untersage, Informationen zum Fahrassistenten „Autopilot“ zu veröffentlichen, so Tesla.

Doch damit nicht genug: Später legte die Firma von Elon Musk nach und griff die Behörde scharf an. Das NTSB kümmere sich mehr um Schlagzeilen als um Sicherheitsfragen, hieß es. Die Behörde habe selbst wiederholt unvollständige Informationen an die Medien weitergegeben und damit ihre eigenen Regeln verletzt. „Wir werden eine offizielle Beschwerde beim Kongress einreichen.“

Wer ist schuld an tödlichem Unfall?

Bei dem tödlichen Unfall war am 23. März ein Tesla Model X auf einer Autobahn im kalifornischen Silicon Valley gegen einen Betonpoller gefahren. Mit dem „Autopilot“-System hatte es bereits zuvor Unfälle gegeben. Laut Tesla ist die Erklärung für den tödlichen Zwischenfall ein Versagen des Fahrers. Dieser habe mehrere visuelle und eine akustische Warnung bekommen - und etwa fünf Sekunden Zeit und 150 Meter Entfernung bis zum Aufprall gehabt. Seine Hände seien vor der Kollision sechs Sekunden lang nicht auf dem Lenkrad gewesen.

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