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Suche geht weiter

Fast eine Woche ist nach dem verschollenen Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub am Schweizer Matterhorn gesucht worden, doch ohne Erfolg. Nun geht die Familie des Vermissten nicht mehr davon aus, dass noch Hoffnung besteht, ihn lebend zu finden. Daher werde die Überlebendensuche nun auf eine Bergungssuche umgestellt.

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„Dieses Unglück ist sowohl für die Familie Haub als auch das gesamte Familienunternehmen eine furchtbare und für alle unfassbare Tragödie“, sagte Tengelmann-Sprecherin Sieglinde Schuchardt. Nach mehr als sieben Tagen „in den extremklimatischen Bedingungen eines Gletschergebietes“ bestehe keine Überlebenswahrscheinlichkeit mehr.

Ziel unbekannt

Haub war am vergangenen Samstag allein zu einer Skitour am Klein Matterhorn aufgebrochen und am Nachmittag nicht wie verabredet in ein Hotel in Zermatt zurückgekehrt. Mit einer Seilbahn war der Unternehmer in der Früh zur Bergstation gefahren, die auf 3.820 Metern liegt. Von dort aus gibt es Abfahrten Richtung Zermatt und Italien. In welche Richtung er aufbrach, ist unbekannt. Gegen 8.30 Uhr sendete sein Handy das letzte Signal.

Matterhorn unter Nebelschicht

APA/AP/Dominic Steinmann

Die Suche brachte keinen Erfolg

Die Familie hatte am nächsten Tag Alarm geschlagen und den Rettern unbegrenzte finanzielle Mittel für die Suche zur Verfügung gestellt. Diese gestaltete sich vor allem wegen des Wetters schwierig. Zeitweise waren 60 Rettungskräfte auch mit Hubschraubern in dem schwierigen Terrain auf Schweizer und italienischer Seite im Einsatz.

Nur leicht bekleidet

Am Donnerstag musste die Suche wegen des Wetters unterbrochen werden. In der Region gibt es Tausende Gletscherspalten. Die Einsatzkräfte seilten sich in die bekanntesten Spalten ab und leuchteten sie aus. Bereits nach vier Tagen sah der leitende Rettungsarzt Axel Mann nur noch eine minimale Überlebenschance. Haub war nur leicht bekleidet. Er wollte für ein Skirennen trainieren. Haub galt als begeisterter Bergsteiger und Skifahrer. Er habe sich auch immer gut auf Touren vorbereitet, hieß es.

Die Familie betonte am Freitag, die Suche werde fortgesetzt, um Haub zu bergen. Der 58-Jährige zählt zu den reichsten deutschen Unternehmern. Zu dem Familienimperium gehören unter anderem Deutschlands größter Textildiscounter KiK und die Baumarktkette Obi.

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