Robbenjagd vor kanadischer Küste ohne Fangquote eröffnet
Die kanadische Regierung hat die Robbenjagd vor der Küste Neufundlands ohne Fangquote eröffnet. Die Jagdsaison sei seit Montag eröffnet und laufe voraussichtlich bis 15. Juni, bestätigte eine Sprecherin des kanadischen Fischereiministeriums gestern. Hintergrund für die fehlende Fangquote ist dem Ministerium zufolge die geringe Zahl der gejagten Robben. Auch 2017 hatte es keine Quote gegeben.
Im Vorjahr gut 82.000 Robben erlegt
„Nur ein kleiner Teil der zulässigen Gesamtfangmenge ist in jüngeren Jahren gefangen worden, und dieses Jahr wird erwartungsgemäß nicht anders“, sagte Sprecherin Lauren Sankey. Die Entwicklung in der Region werde aber genau beobachtet. 2017 waren rund 81.000 Sattelrobben und 1.600 Kegelrobben erlegt worden.
Bis 2009, als das EU-Parlament in Straßburg ein weitreichendes Handelsverbot für Robbenprodukte verabschiedete, lag die Zahl erlegter Sattelrobben jedes Jahr bei Hunderttausenden. Seit 2009 werden in Kanada jährlich im Schnitt etwa 73.000 Sattelrobben getötet.