Puigdemont stellt sich laut Anwalt auf langes Verfahren ein

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Der in Deutschland festgenommene katalanische Ex-Präsident Carles Puigdemont stellt sich nach den Worten seines Anwalts auf ein langes Rechtsverfahren ein. Puigdemont habe „volles Vertrauen in die deutsche Justiz“, sagte Jaume Alonso-Cuevillas heute Nachmittag nach einem Besuch des Inhaftierten in der norddeutschen Justizvollzugsanstalt Neumünster.

„Wir haben den Präsidenten in einer hervorragenden Verfassung angetroffen“, sagte der Anwalt. Puigdemont danke allen seinen Unterstützern. Außerdem bekräftige er „seinen Willen, den Kampf für die Rechte des katalanischen Volkes fortzusetzen“. Er habe gesagt, dass er niemals aufgeben werde, so der Anwalt.

Haftbefehl wird geprüft

Puigdemont war am Sonntag von der deutschen Polizei auf Grundlage eines in Spanien ausgestellten Europäischen Haftbefehls festgenommen worden. Madrid wirft dem vor seiner Inhaftierung ins belgische Exil geflüchteten Separatistenführer „Rebellion“ wegen der nach einem Referendum im Oktober verkündeten Unabhängigkeit Kataloniens vor.

Gestern ordnete das Gericht in Neumünster an, dass Puigdemont wegen Fluchtgefahr in deutschem Gewahrsam bleiben müsse. Zugleich meldete das Gericht Zweifel an der Zulässigkeit des Europäischen Haftbefehls an, dessen Prüfung jetzt erst beginnt.