VW wehrt sich gegen drohende Klagewelle in Österreich
Der deutsche VW-Konzern wehrt sich im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen gegen eine drohende Klagewelle in Österreich. „Es gibt in Österreich kein rechtskräftiges Urteil, in dem Ansprüche betroffener Fahrzeugeigentümer gegen die Volkswagen AG als bestehend erkannt wurden“, sagte ein VW-Sprecher der deutschen Wirtschafts- und Finanzzeitung „Handelsblatt“.
„Für ein Einschreiten des VKI oder für die Einbringung einer Sammelklage besteht daher kein Anlass“, so der Konzernsprecher weiters. Der österreichische Verein für Konsumenteninformation (VKI) verlangt wegen angeblichen Betrugs an Käufern von Dieselautos Schadensersatz. Das Sozialministerium und die Arbeiterkammer (AK) haben den VKI mit den Klagen gegen Volkswagen beauftragt.
Knapp 400.000 von Rückrufaktion betroffen
In Österreich waren rund 395.000 Fahrzeuge von der Dieselrückrufaktion betroffen. Bisher wurden 88 Prozent der erreichten Kundenfahrzeuge umgerüstet, bestätigte heute ein Sprecher der Porsche Holding in Salzburg, über die Volkswagen in Österreich alle VW-Marken verkauft.
Für den weltgrößten Autokonzern ist diese drohende Klagewelle von besonderer Brisanz. Schließlich leben die Familien Piëch und Porsche, die Volkswagen maßgeblich kontrollieren, in Österreich.