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Anwärter für Merkels „neue Mannschaft“

Nach heftiger parteiinterner Kritik hat die deutsche Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel versprochen, bei der Besetzung der Kabinettsposten mit einer „neuen Mannschaft“ anzutreten. Auch eine Neubesetzung des Generalsekretärpostens stellte sie in Aussicht. Einige junge CDU-Vertreter kommen nun infrage.

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An erster Stelle wird oft der 37-jährige Jens Spahn genannt. Der Westfale ist noch parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium, das aber künftig in der Hand der SPD ist. Der mit einem Journalisten verheiratete Spahn gehört zu den jungen CDU-Konservativen, die in der Flüchtlingskrise auf Distanz zur Parteiführung um Merkel gingen. Er wird oft mit dem von vielen Merkel-Kritikern gefeierten Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) verglichen.

Jens Spahn

APA/AFP/Tobias Schwarz

Besonders Spahn hat bei der Suche nach frischen Gesichtern gute Chancen

Klöckner für Landwirtschaftsministerium gehandelt

Ziemlich sicher im Kabinett einer neuen Großen Koalition dürfte die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner sitzen. Die 45-Jährige stammt aus einer rheinland-pfälzischen Winzerfamilie und war von 2009 bis 2011 bereits parlamentarische Staatssekretärin im deutschen Landwirtschaftsministerium.

Julia Klöckner

APA/AFP/Adam Berry

Julia Klöckner wird für das Landwirtschaftsministerium gehandelt

Nun könnte sie das Ressort als Ministerin übernehmen. Nachdem Klöckner zweimal mit dem Versuch scheiterte, Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz zu werden, würde sie damit endgültig in der ersten Reihe der deutschen Politik ankommen.

Linnemann als Staatssekretär im Gespräch

Die Beschreibung jung, ehrgeizig und konservativ passt auch auf Carsten Linnemann. Der 40-jährige Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der deutschen Union machte in der Vergangenheit mehrfach mit der Forderung auf sich aufmerksam, die CDU müsse ihr Profil wieder schärfen.

Da Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) für den Posten des Wirtschaftsministers als gesetzt gilt, könnte Linnemann die vorderste Reihe im Kabinett noch verwehrt bleiben. Doch als Staatssekretär dürfte Linnemann auf jeden Fall im Gespräch sein.

Schwer tut sich die CDU damit, außer Merkel einen weiteren Ostdeutschen ins Kabinett zu schicken. Ins Anforderungsprofil hätte Michael Kretschmer gepasst, der jedoch im Dezember das Amt des Ministerpräsidenten in Sachsen übernahm. In der Bundespolitik zu Wort meldet sich immer wieder der Chef der Thüringen-CDU, Mike Mohring. Das 46-jährige Mitglied des Bundesvorstands seiner Partei hat bisher jedoch einen Wechsel nach Berlin abgelehnt. Mohring hat es sich zum Ziel gesetzt, in Thüringen die rot-rot-grüne Landesregierung abzulösen.

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