Regierungspapiere in Australien versehentlich versteigert
Auf einer Auktion in Australien sind versehentlich Regierungspapiere versteigert worden, die zum Teil als streng geheim deklariert waren. Die Dokumente stammen laut einem Bericht des Fernsehsenders ABC von insgesamt fünf verschiedenen früheren Regierungen. Der amtierende Premierminister Malcolm Turnbull gab eine Untersuchung in Auftrag, wie sie an die Öffentlichkeit gelangen konnten.
Mehrere Dokumente tragen noch den Stempel „Top Secret“. Die Papiere wurden in älteren Büromöbeln aus Regierungsbestand entdeckt, die kürzlich bei einer Auktion in der Hauptstadt Canberra versteigert wurden. Dem TV-Bericht zufolge waren die Möbel nicht allzu teuer, weil sie abgeschlossen und die Schlüssel nicht mehr zu finden waren. Doch jemandem sei es gelungen, die Schlösser zu knacken. Der Sender konnte die Papiere nach eigenen Angaben über mehrere Tage sichten.
Demnach findet sich darunter zum Beispiel eine Anweisung des heutigen Finanzministers Scott Morrison aus seiner Zeit als Einwanderungsminister, in der er anordnete, die Sicherheitsüberprüfungen von Asylwerbern zu verlangsamen, damit diese nicht so schnell an Visa kommen. Normalerweise werden Regierungspapiere in Australien 20 Jahre lang unter Verschluss gehalten.