Sturm in Frankreich: Ein Toter und 15 Verletzte
Durch das Sturmtief „Eleanor“, das im deutschsprachigen Raum den Namen „Burglind“ trägt, sind heute in Frankreich ein Mensch getötet und mehrere weitere verletzt worden. Ein Skifahrer sei auf einer Piste in Morillon in den französischen Alpen von einem Baum erschlagen worden, teilte die Polizei mit.
Darüber hinaus seien nach einer vorläufigen Bilanz 15 Menschen durch den Sturm verletzt worden, vier von ihnen schwer, sagte ein Sprecher des Zivilschutzes. Sie wurden zum Teil von umstürzenden Bäumen oder herabfallenden Gegenständen getroffen.
Die Regionalflughäfen in Straßburg und Basel-Mülhausen-Freiburg im Grenzgebiet zu Deutschland wurden wegen des Sturms vorübergehend gesperrt, wie die Betreiber mitteilten. Auch der Eiffelturm in Paris wurde wegen Windböen von bis zu hundert Kilometern pro Stunde geschlossen.
200.000 Haushalte in Frankreich ohne Strom
Rund 200.000 Haushalte vor allem im Norden Frankreichs waren nach Angaben der Behörden ohne Strom. Betroffen war heute vor allem der Norden und Nordosten des Landes von der Normandie bis nach Lothringen, wie der Netzbetreiber Enedis mitteilte. Etwa 2.000 Mitarbeiter seien im Einsatz, um die Versorgung wiederherzustellen.

APA/AFP/Stephane De Sakutin
Knappe 150 km/h Sturm
Auch im regionalen Zugsverkehr kam es zu Beeinträchtigungen. Unter anderem wurde der Regionalverkehr im Elsass als Vorsichtsmaßnahme eingestellt, wie eine Sprecherin des Bahnkonzerns SNCF sagte. Die TGV-Fernzüge fuhren normal.
An der nordfranzösischen Küste wurden beim Sturm „Eleanor“ nach Angaben des Wetterdienstes Meteo-France Windgeschwindigkeiten von mehr als 120 km/h gemessen. Im Landesinneren erreichte der Wind in Cambrai südlich von Lille sogar 147 km/h. Erst am Montag hatte ein Sturm Schäden an der französischen Atlantikküste angerichtet und Zehntausende Haushalte zeitweise vom Strom abgeschnitten.
Böen von fast 200 km/h in der Schweiz
Und auch in der Schweiz stürmt es. Der Sturm fegte in der Früh mit Spitzen von bis zu 200 km/h über das Land. Der Verkehr auf Straße, Schiene und in der Luft war eingeschränkt, und auch Skilifte wurden geschlossen. Im Skigebiet Pizol stürzten mehrere Bäume auf die Tragseile einer Seilbahn. Wie viele Menschen in den Gondeln festsaßen und ob es Verletzte gab, war bisher unklar, teilte die Polizei mit. Helikopterflüge waren wegen des Sturmtiefs zunächst nicht möglich.
Wegen einer Windböe entgleiste im Kanton Bern in der Schweiz ein Zug. Mehrere Menschen wurden dabei verletzt. Der Einsatz war am Nachmittag noch im Gange. Passagiere befanden sich nicht mehr im Zug.