Van der Bellen und Fischer empfingen Ex-UNO-Chef Ban
Bundespräsident Alexander Van der Bellen und sein Amtsvorgänger Heinz Fischer haben gestern den früheren UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in der Präsidentschaftskanzlei in Wien empfangen. Grund für Bans Besuch war die Eröffnung des neuen Ban Ki-moon Centre for Global Citizens in Wien, das morgen mit einem Festakt im Bundeskanzleramt feierlich aus der Taufe gehoben wird.
Das Zentrum - eine gemeinsame Gründung von Fischer und Ban - soll das Selbstbestimmungsrecht und die gesellschaftliche Position von Frauen und jungen Menschen stärken, die Chancen auf Bildung für alle Kinder in der Welt erhöhen, sowie Beiträge zur friedlichen Lösung von internationalen Konflikten liefern.

APA/BUNDESHEER/Peter Lechner
Die langjährigen Freunde Fischer und Ban informierten den Bundespräsidenten im Voraus über die Aktivitäten des neuen Zentrums. Van der Bellen zeigte sich laut einer Aussendung der Präsidentschaftskanzlei erfreut über das „ambitionierte Programm“. Besonders wichtig fände er es, „dass die Jugend ins Zentrum rückt beim Kampf gegen Extremismus und Radikalismus. Den jungen Menschen gehört die Zukunft. Ihre Bildung und Ausbildung zu friedlichen Weltbürgerinnen und Weltbürgern finde ich enorm wichtig“, so der Bundespräsident.
Gespräch zu Korea-Konflikt
Beim Besuch sei auch der Konflikt rund um Nordkorea ausführlich besprochen worden. Ban sei auf die lange Geschichte des Konflikts zwischen Nord- und Südkorea eingegangen. Die gegenwärtige Situation sei zwar laut Ban „sehr problematisch“, aber die jüngste Ankündigung Nordkoreas, an den Olympischen Spielen teilzunehmen, sei ein „positives Zeichen“.