Himmelsscheibe von Nebra bei Schau in Berlin

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Die Himmelsscheibe von Nebra geht 2018 auf Reisen. Vom 21. September bis Anfang November 2018 ist die Scheibe für sechs Wochen in der nationalen Archäologieausstellung „Bewegte Zeiten - Archäologie in Deutschland“ im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen. Das teile der Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin, Matthias Wemhoff, der dpa mit.

Scheibe von Nebra

Reuters/Fabrizio Bensch

„Das ist ein Novum, weil die Himmelsscheibe sonst nicht ausgeliehen wird“, so der Direktor. Die 3.600 Jahre alte, grünlich schimmernde Scheibe zeigt die weltweit älteste bekannte, konkrete Darstellung astronomischer Phänomene.

Von Raubgräbern entdeckt

Raubgräber mit Metallsuchgeräten hatten die Scheibe als Teil eines Bronzeschatzes 1999 bei Nebra in Sachsen-Anhalt entdeckt. Die Schweizer Polizei stellte 2002 den Fund sicher. Seit 2008 ist die Scheibe im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle/Saale zu sehen.

Zuletzt war die Himmelsscheibe außerhalb Sachsen-Anhalts 2007 in Basel zu sehen. Davor war sie in Österreich und Dänemark ausgestellt worden. Die Schau in Berlin soll bis zum 6. Jänner 2019 laufen. Gezeigt werden mit insgesamt 3.000 Fundobjekten die spektakulärsten Stücke aus allen 16 deutschen Bundesländern.