Viele freundliche Mienen
Unter dem Porträt von Kaiserin Maria Theresia hat die neue Regierung in der Hofburg ihren Amtseid abgelegt. Rund eine halbe Stunde dauerte die Zeremonie, in der Bundespräsident Alexander Van der Bellen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) und die neuen Ministerinnen und Minister angelobte.
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In einer kurzen Ansprache lobte Van der Bellen die neue Regierungsspitze, die er in den Gesprächen der vergangenen Wochen kooperativ und lösungsorientiert kennengelernt habe. Gleichzeitig forderte er von der neuen Regierung einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Amt. „Ich wünsche uns allen den notwendigen Optimismus,“ schloss er.

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Mit seiner Unterschrift unter dem Ernennungsdekret wurde Kurz zum bisher jüngsten Bundeskanzler Österreichs. Auch in der EU unterbietet er in Bezug auf sein Alter alle anderen. Zwischen Bundespräsident und Kanzler liegen 42 Jahre Altersunterschied.

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Als Chefs der FPÖ bzw. der Grünen standen einander Strache und Van der Bellen im Nationalrat so gut wie immer diametral gegenüber. Bei der Angelobung gaben sich beide freundlich.

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Seit Beginn der Koalitionsverhandlungen hatten Kurz und Strache stets die gute Atmosphäre und die gegenseitige Wertschätzung betont

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Das Protokoll der Angelobungszeremonie ist klar vorgegeben - fast hätte Van der Bellen aber schon zu früh zum Umtrunk gebeten und dabei auf die Unterzeichnung der Ernennungsdekrete vergessen. Beim traditionellen Handschlag nach der Gelöbnisformel wandte sich der Präsident zuerst an den neuen ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann statt an Strache.

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Der neue Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) und Van der Bellen begegneten einander im Zuge des Präsidentschaftswahlkampf im vergangenen Jahr sehr oft

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Auch die Ehefrau von Vizekanzler Strache und die Freundin von Bundeskanzler Kurz wohnten der Zeremonie in der Hofburg bei

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Große Teile der Wiener Innenstadt waren während der Angelobung gesperrt - zum einen, weil mehrere Straßen für Demonstrationen gesperrt waren, zum anderen, weil rund um den Ballhausplatz ein weiträumiges Platzverbot erlassen wurde

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Den rund 1.500 Polizistinnen und Polizisten standen während der Angelobung laut Polizeiangaben 5.000 bis 6.000 Demonstrantinnen und Demonstranten gegenüber

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Die Demonstrationen, zu denen unter anderem die ÖH, die Offensive gegen Rechts und die Plattform Radikale Linke aufgerufen hatten, starteten in der Früh von mehreren Orten Wiens, um unter dem Motto „Ballhausplatz-Route schließen“ zum Heldenplatz zu ziehen

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Auf dem Heldenplatz angelangt verhielten sich die Teilnehmer der verschiedenen Demonstrationszüge weitgehend friedlich