Vergewaltigungsvorwurf: Ehefrau trennt sich von Weinstein

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Die Ehefrau des nun auch unter Vergewaltigungsvorwürfen stehenden Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein hat sich von ihrem Mann getrennt. Eine entsprechende Erklärung gab Georgina Chapman gestern Abend (Ortszeit) gegenüber dem Magazin „People“ ab.

Das Magazin „New Yorker“ hatte zuvor berichtet, drei Frauen beschuldigten den 65-Jährigen der Vergewaltigung. In den vergangenen Tagen war Weinstein bereits der sexuellen Belästigung beschuldigt worden, woraufhin ihn sein eigenes Filmstudio entlassen hatte.

Obamas „angewidert“

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama und seine Ehefrau Michelle zeigten sich „angewidert“ von dem Verhalten des Großspenders der Demokratischen Partei. „Jeder Mann, der Frauen in solcher Art erniedrigt und herabsetzt, muss verurteilt und zur Rechenschaft gezogen werden, unabhängig von seinem Reichtum oder Status“, erklärten die beiden. Zugleich lobten sie den Mut der Frauen, die mit ihren „schmerzhaften Geschichten“ an die Öffentlichkeit gegangen seien.

Der Tycoon soll Frauen versprochen haben, ihnen im Gegenzug für sexuelle Gefälligkeiten bei ihrer Filmkarriere zu helfen. Unter den mutmaßlichen Opfern sind die bekannten Schauspielerinnen Ashley Judd und Rose McGowan. Manche Vorfälle reichen laut „New York Times“ fast drei Jahrzehnte zurück. Mit mindestens acht Frauen habe er sich außergerichtlich geeinigt, heißt es. Laut „New Yorker“ werfen drei Frauen dem 65-Jährigen vor, sie vergewaltigt zu haben. Unter ihnen ist der italienische Filmstar Asia Argento.

Hollywood distanziert sich

Zahlreiche Filmstars zeigten sich entsetzt und gingen auf Distanz zu Weinstein. Größen wie Meryl Streep, Jennifer Lawrence und George Clooney kritisierten das Verhalten des Filmmoguls. Entsprechende Gerüchte soll es bereits seit vielen Jahren gegeben haben. Viele Stars weisen darauf hin, dass Missbrauch eine verbreitete Praxis in Hollywood sei. Weinsteins Produktionsfirma bemüht sich nach dem Rauswurf des Produzenten um Schadensbegrenzung - und sucht einen neuen Namen.

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