Iran warnt USA: Revolutionsgarden nicht terroristisch
Der Iran hat die USA heute davor gewarnt, die Revolutionsgarden (IRGC) des Landes als terroristische Gruppierung zu bewerten. Damit würden sich die USA selbst ins Lager der Terroristen stellen, sagte ein Regierungssprecher auf einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz.
Außenminister Mohamed Dschawad Sarif nannte die IRGC den „Stolz der Nation“. Sie hätten jahrzehntelang die Grenzen gesichert. US-Präsident Donald Trump sollte „keinen strategischen Fehler“ machen, sonst werde der Iran konsequent antworten.
„Die Welt sollte den Revolutionsgarden für ihren Kampf gegen den Terrorismus dankbar sein“, sagte der Sprecher, „insbesondere für ihren Kampf gegen den Daesh (die Terrormiliz Islamischer Staat, IS).“ Der IRGC-Kommandant Mohamed Ali Dschafari hatte am Sonntag erklärt, sollten die USA „so dumm“ sein und die IRGC zu einer Terrorgruppe erklären, würden die Revolutionsgarden die US-Truppen im Nahen Osten auf eine Stufe mit dem IS stellen. Für den Iran gilt der IS als Kriegsfeind, der in Syrien und im Nordirak auch direkt bekämpft wird.
Erklärung von Trump diese Woche erwartet
Es wird erwartet, dass US-Präsident Trump diese Woche bei der Vorstellung seiner Strategie gegenüber dem Iran die Revolutionsgarden als terroristische Vereinigung einstuft. Sie sind neben der regulären Armee der zweite Teil der iranischen Streitkräfte.
Sie verfügen über Heer, Luftwaffe und Marine sowie Spezialeinheiten und haben großen politischen Einfluss. Viele führende Politiker waren oder sind Mitglieder. Außerdem spielen sie eine große Rolle in der iranischen Wirtschaft, wo sie in allen wichtigen Sektoren aktiv sind.