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Anzeichen für Ausbruch werden mehr

Angesichts der steigenden Aktivität des Vulkans Gunung (Berg) Agung bringen sich auf der indonesischen Insel Bali mehr und mehr Menschen in Sicherheit. Doch auch Kühe werden aus der Gefahrenregion gebracht. Denn ohne sie wollen viele Bauern die Region nicht verlassen.

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Mittlerweile sind 120.000 Menschen aus der Gefahrenregion geflüchtet, teilte die örtliche Katastrophenschutzbehörde am Donnerstag mit. Die Anzeichen für einen bevorstehenden Ausbruch verdichteten sich zuletzt deutlich: Allein in der Nacht registrierten Geologen rund 125 vulkanische Erdbeben rund um den Berg, manche erreichten nach Angaben der indonesischen Behörden die Stärke drei.

Vulkan Agung auf Bali

APA/AFP/Bay Ismoyo

Der Agung ist der höchste Berg auf Bali

Die Beben würden „immer stärker“, hieß es. Das Gebiet rund um den Vulkan ist Sperrzone. In der Nähe des Vulkans leben insgesamt etwa 80.000 Menschen, viele unter ärmlichen Bedingungen. Viele wurden mit Lastwagen der Regierung in Notquartiere gebracht, die in Schulen, Sporthallen und auch auf dem offenen Feld eingerichtet wurden. Dort wurden sie mit Lebensmitteln und Wasser versorgt.

Bauern gehen nicht ohne Tiere

Der Katastrophenschutz konzentrierte seine Bemühungen im Vulkangebiet unterdessen auch auf die Rettung von Nutztieren. 20.000 weitere Kühe sollten aus der Gefahrenregion gebracht werden, kündigte Behördensprecher Sutopo Purwo Nugroho an. Für die Bauern seien die Kühe extrem wertvoll, ohne ihre Tiere wollten viele Besitzer das Risikogebiet nicht verlassen. Mit der Versorgung der Geflohenen zeigte sich Nugroho zufrieden, sie sei derzeit ausreichend.

Bauern mit Kühen auf Bali

Reuters/Darren Whiteside

Bauern bringen ihre Kühe zum Verladen

Beim letzten Ausbruch des 3.000 Meter hohen Gunung Agung waren 1963 fast 1.600 Menschen ums Leben gekommen. Der „wunderbare Berg“, wie er in Landessprache heißt, spuckte Asche bis zur etwa 1.000 Kilometer entfernten Hauptstadt Jakarta auf der Insel Java. Der nahezu kegelförmige Vulkan liegt relativ weit entfernt von den bekannten Urlaubszentren um die Städte Kuta und Ubud. Nach Bali kommen pro Jahr mehr als fünf Millionen Urlauber.

Der Inselstaat Indonesien mit seinen mehr als 250 Millionen Einwohnern liegt auf dem Pazifischen Feuerring. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander. Es kommt oft zu Erdbeben und vulkanischen Eruptionen. In Indonesien gibt es insgesamt etwa 130 aktive Vulkane.

Außenministerium empfiehlt Aufmerksamkeit

„Sollte sich während Ihres Aufenthalts ein Ausbruch ereignen, so melden Sie sich möglichst rasch bei Ihren Angehörigen und befolgen Sie die Anweisungen der lokalen Sicherheitsbehörden“, rät das Außenministerium in Wien auf seiner Website. Medienberichte sollen laufend verfolgt und im Anlassfall die jeweilige Fluglinie bzw. das Reisebüro kontaktiert werden.

Das Ministerium wies auch darauf hin, dass es im Falle eines Ausbruchs zu Behinderungen im Flugverkehr kommen und auch der Speedbootverkehr zwischen Bali, den Gili Inseln und Lombok betroffen sein kann. Reisende können sich auf der Website des Außenministeriums registrieren.

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