Tausende fordern in Togo Rücktritt des Präsidenten

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Im westafrikanischen Togo haben Tausende Unterstützer der Opposition bei einer Demonstration den Rücktritt von Präsident Faure Gnassingbe gefordert. Die Demonstranten verlangten heute zugleich, künftig eine Begrenzung der Amtszeit des Präsidenten in der Verfassung festzuschreiben. In der Hauptstadt Lome gingen auch Unterstützer des Präsidenten auf die Straße.

Die frühere deutsche Kolonie Togo wird seit 50 Jahren von der Familie Gnassingbe regiert. Seit Anfang September kam es bereits zu mehreren Massenprotesten gegen Gnassingbes Regierung.

Durch Putsch an der Macht

Parlamentspräsident Drama Dramani hatte zuvor angekündigt, dass die Bürger bald in einem Referendum über eine Begrenzung der Amtszeit von Präsidenten abstimmen sollten. Das hinderte die Opposition jedoch nicht daran, zu neuen Protesten aufzurufen. Sie fordert eine Begrenzung der Präsidentschaft auf zwei Amtszeiten.

Wenige Jahre nach Togos Unabhängigkeit von Frankreich putschte sich 1967 der damalige Generalstabschef Eyadema Gnassingbe an die Macht. Nach seinem Tod 2005 wurde Sohn Faure Gnassingbe Staatschef. Togo mit rund 7,5 Millionen Einwohnern gehört zu den ärmsten Ländern der Welt.