Im Zentrum der Macht

Eine Momentaufnahme aus Brüssel: Die EU ist im Schwitzkasten nationaler Interessen gefangen, die britischen Beamten warten nur noch darauf, endlich abgezogen zu werden, ein ganzer Mordfall verschwindet spurlos, die Europäische Kommission kämpft mit Imageproblemen, und in den Straßen der Innenstadt läuft ein Hausschwein frei herum. Robert Menasse zeigt in „Die Hauptstadt“, seinem ersten Roman seit zehn Jahren, viel von seiner Erzählkunst, allerdings vor einem leider allzu lückenhaft aufgeworfenen Panorama der europäischen Gegenwart.

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