Paris will Konferenz zur Rückkehr von Syrien-Flüchtlingen
Frankreich will Anfang des kommenden Jahres eine Konferenz zur Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien organisieren. Sie soll die wichtigsten Länder in der Region beteiligen, die Flüchtlinge aus dem Bürgerkriegsland aufgenommen haben, wie Präsident Emmanuel Macron heute nach einem Treffen mit dem libanesischen Regierungschef Saad Hariri in Paris ankündigte.
Aus dem Elysee-Palast hieß es nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP ergänzend, dass die Konferenz in Beirut stattfinden könnte. Im Libanon leben mehr als 1,2 Millionen Flüchtlinge aus Syrien.
Rückkehr erst nach Abtritt Assads?
Ziel der Initiative ist es nach Angaben Macrons, dass die Frage der Flüchtlinge bei Bemühungen um eine Stabilisierung Syriens berücksichtigt wird. Ebenfalls im ersten Quartal 2018 soll es eine Investorenkonferenz geben, um Hilfe für den Libanon zu mobilisieren. Diese könne in Paris stattfinden.
Der libanesische Ministerpräsident Hariri machte in einem Interview der Zeitung „Le Monde“ deutlich, dass eine Rückkehr von Flüchtlingen aus seiner Sicht erst nach einem Abtritt des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad denkbar ist. „Sie werden nicht in ihr Land zurückkehren, solange das Regime da ist“, sagte er.