„Brexit“: Schotten bangen um Whisky-Industrie
Die Schotten sorgen sich wegen des „Brexits“ um ihren Exportschlager Whisky. Der schottische Wirtschaftsminister Keith Brown hat von der Regierung in London jetzt eine gesetzliche Definition des Produkts gefordert. Andernfalls sei die Branche im Land nach dem EU-Ausstieg in Gefahr, sagte der Politiker heute.
Die USA hätten in ersten Gesprächen bereits klargemacht, dass sie eine Aufweichung der Definition anstrebten. „Damit könnte der Markt für eine Reihe von Produkten geöffnet werden, die nicht dem derzeitigen Standard entsprechen.“ Nach Browns Angaben hängen etwa 20.000 Arbeitsplätze von der schottischen Whisky-Industrie ab.
90 Prozent der Produktion geht ins Ausland
In der Europäischen Union ist eindeutig geregelt, welche Voraussetzungen ein Whisky erfüllen muss. Dazu zählt etwa, dass das Getränk mindestens drei Jahre lang in einem Fass reift.
Gut 90 Prozent der schottischen Whisky-Produktion geht ins Ausland, ein Drittel davon in andere EU-Länder. Zweitwichtigster Absatzmarkt sind die USA. Großbritannien drohen nach dem „Brexit“ unter anderem Zölle für Ausfuhren in wachsenden Märkten wie Südafrika und Südkorea.