Trump will Kosten für Anti-Terror-Kampf drücken

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US-Präsident Donald Trump will die Bekämpfung von islamistischen Extremisten einerseits intensivieren, zum anderen aber auch die Kosten für die USA deutlich senken. Das geht aus einem Strategiepaper hervor, das die Nachrichtenagentur Reuters gestern einsehen konnte. Dafür will die Regierung offenbar auch die Verbündeten stärker in die Pflicht nehmen.

„Um die Ziele im Anti-Terror-Kampf zu erreichen, werden wir versuchen, teure und großangelegte US-Militäraktionen zu vermeiden, und uns vermehrt Partnern zuwenden, um die Verantwortung im Kampf gegen Terrorgruppen zu teilen.“ Zudem wird in dem Dokument eingeräumt, dass die Gefahr von Terror nie endgültig gebannt werden kann.

Soll realistische Ziele hervorheben

Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats des US-Präsidialamts, Michael Anton, erklärte, die Regierung prüfe generell das Sicherheitskonzept der USA. Dabei spiele der Anti-Terror-Kampf eine besondere Rolle, da seit 2011 keine derartige Strategie mehr ausgearbeitet wurde. Die neue Strategie werde realistische und erreichbare Ziele hervorheben.

Der Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) und ihre vollständige Zerschlagung war ein zentrales Wahlkampfthema von Trump. Das Strategiepapier soll in den kommenden Monaten veröffentlicht werden. Derzeit läuft Insidern zufolge noch die Feinabstimmung. Trumps erste Auslandsreise in diesem Monat nach Europa und in den Nahen Osten soll im Zeichen des Anti-Terror-Kampfs stehen.