Neuseeland will Einwanderung erschweren

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Neuseeland will künftig weniger Einwanderer ins Land lassen. Die rechtsliberale Regierung des Pazifikstaates kündigte heute an, bei der Vergabe von Aufenthaltsrechten stärker auf qualifizierte Ausbildung zu achten. Ungelernte Arbeiter sollen nur noch maximal drei Jahre bleiben dürfen.

Besser qualifizierte Ausländer mit einem Jobangebot sollen nachweisen müssen, dass sie mehr als das Durchschnittseinkommen verdienen. Dieses liegt derzeit bei 48.859 Neuseeland-Dollar (etwa 32.100 Euro).

71.000 Zuwanderer im vergangenen Jahr

Einwanderungsminister Michael Woodhouse verteidigte die „Kiwis first“-Politik seiner Regierung. „Es ist wichtig, dass unsere Einwanderungsbestimmungen die richtigen Leute mit den richtigen Fertigkeiten anziehen, um zum Wachstum unserer Wirtschaft beizutragen.“ Die neuen Bestimmungen sollen im Lauf des Jahres in Kraft treten.

Aktuell hat Neuseeland etwa 4,3 Millionen Einwohner. Im vergangenen Jahr kamen nach Angaben der nationalen Statistikbehörde 71.000 Einwanderer hinzu. Die meisten davon stammen aus Großbritannien sowie aus China, Indien, den Philippinen und Südafrika. Gestern hatte bereits das größere Nachbarland Australien strengere Einwanderungsbestimmungen angekündigt.